Im neuen Buch der Nümbrechter Autorin Petra Christine Thomas stirbt der Nümbrechter Bürgermeister und das in der historischen Postkutsche.
Auf die sanfte TourKrimi von Petra Christine Thomas spielt in Nümbrecht

Eine Geschichte aus den 1970er Jahren hat Petra Christine Thomas in den Sommer 2015 verlegt.
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Tja, da liegt er nun, der Nümbrechter Bürgermeister. Mausetot. Dahingemeuchelt ausgerechnet in der Postkutsche. Und das auch noch auf der Jungfernfahrt des historischen Gefährts. Spürnase Frieda Wohlgemuth nimmt Witterung auf, ihr Sohn Dorian, ermittelnder Kriminalhauptkommissar, versucht, sie zu bremsen – selbstverständlich vergeblich. Es entspinnt sich ein „Cosy Crime“, ein Kuschelkrimi, der nicht mit Action, aber mit wunderbar gezeichneten regionalen Schauplätzen und spannenden Figuren punktet. Entsprungen ist „Tod in der Postkutsche“ der Feder der Nümbrechter Autorin Petra Christine Thomas.
Vor sieben Jahren erschien der Debüt-Roman
Ihr Debüt erschien vor rund sieben Jahren, damals skizzierte sie eine eher düstere Zukunftsvision von Gummersbach als „Stadt unter Glas“. Eine achtbändige Krimireihe um Ermittler Michael Thanner folgte. Diese Bücher spielten ebenfalls in der Zukunft, auf dem Planeten Terrya. Nun macht P.C. Thomas literarisch ihre Heimatgemeinde unsicher, denn sie hatte große Lust, sich in einem neuen Genre auszuprobieren. Friseurmeisterin Frieda wohnt in Stockheim und führt ihren Salon im Nümbrechter Zentrum, das Mordopfer, Bürgermeister Gellermann, hat ein Haus in Harscheid.
Der Start des Romans ist an die Jungfernfahrt der Postkutsche 1973 angelehnt. Kurz vor der Holsteinsmühle geschah nämlich damals ein Überfall. 14 maskierte Gesellen stürzten aus dem Wald, um die Fahrgäste auszurauben. Denen verging zunächst Hören und Sehen, denn die Bösewichte schwangen Säbel und Vorderlader und brachten die Gäste als Gefangene in die Holsteinsmühle. Dort forderten sie Tribut, sammelten 400 Mark ein und entpuppten sich schließlich als übermütige Kegelbrüder, die ihre Beute spendeten. Petra Christine Thomas hat das Geschehen in den Sommer 2015 verlegt, deutlich modernisiert und sich für ihre Protagonistinnen und Protagonisten natürlich auch ein paar liebevolle künstlerische Freiheiten gegönnt.
Beim Friseur wird gerne und viel geplaudert, und Friedas Salon ist im Grunde mein Friseur in Nümbrecht
Die examinierte Altenpflegerin berichtet lachend, nicht nur in ihrem Beruf höre sie immer wieder solche regionalen Anekdoten. „Auch beim Friseur wird gerne und viel geplaudert, und Friedas Salon ist im Grunde mein Friseur in Nümbrecht.“ Insofern gab es Impulse genug, um einen Krimi zu schreiben und Stoff für den zweiten Fall zu sammeln, der voraussichtlich kommendes Jahr erscheint.
Doch damit nicht genug. Die Autorin sagt, still sitzen sei nicht ihre Sache. Darum hat sie vor kurzer Zeit einen Fantasyroman für Jugendliche und junge Erwachsene wieder aus der Schublade hervorgeholt, überarbeitet und veröffentlicht. In „Der Fluch der Höllensonne“ ist von „Cosy“ keine Spur. Im Gegenteil, es wird düster und gruselig, nachdem Hauptfigur Maya mit ihrer Mutter in eine unheimliche Villa gezogen ist. „Diese Geschichte entstand vor rund 22 Jahren für meinen Sohn. Aber ich bin sicher, sie funktioniert heute immer noch.“
Wer sich für ihre Bücher interessiert, kann zu Petra Christine Thomas Kontakt aufnehmen, E-Mail: christinethomas1@t-online.de. „Tod in der Postkutsche“ kostet 11 Euro, „Der Fluch der Höllensonne“ 12 Euro.

