1,1 Millionen Euro erhält der Ort für die Sanierung der Turnhalle Eikamp, doch die SPD sorgt sich um die Finanzierung des Eigenanteils.
Signal an BerlinOdenthal müht sich um einstimmigen Antrag für zugesagtes Geld vom Bund

Für die Sanierung der Turnhalle in Eikamp hat der Bund mehr als 1,1 Millionen Euro zugesagt.
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Schon Ende April war die frohe Nachricht aus Berlin in Odenthal eingetroffen, dass die Sporthalle in Eikamp mit Geld vom Bund saniert werden kann. Mit 1,17 Millionen Euro aus dem Fördertopf „Sanierung kommunaler Sportstätten“ kann Odenthal rechnen, knapp 400.000 Euro muss die Kommune aus eigenen Mitteln aufbringen.
Damit das Projekt Wirklichkeit wird, muss Odenthal nun noch die Formalien erfüllen und den vorgeschriebenen Förderantrag einreichen. Die entsprechende Empfehlung des Hauptausschusses an den Gemeinderat fiel zwar ohne Gegenstimme, zwei Mitglieder der SPD-Fraktion enthielten sich aber bei der Abstimmung.
Eigenanteil soll durch Kostenobergrenze nicht steigen
Die finanzielle Entwicklung hänge wie ein „Damoklesschwert“ über der Gemeinde, begründete SPD-Fraktionschef Oliver Deiters. Man müsse noch andere Bauprojekte stemmen und nach aktuellen Informationen sei auch mit neuen Belastungen bei der Unterbringung von geflüchteten Menschen zu rechnen, warnte er mit Blick auf den Eigenanteil von knapp 400.000 Euro, den Odenthal aus der eigenen Tasche zahlen muss. „Irgendwann muss man ein Signal setzen und sagen: Das machen wir nicht“, meinte er.
Bürgermeisterin Laura Lundberg (CDU) sah das anders: „Andere Kommunen sind neidisch auf uns, dass wir den Zuschlag erhalten haben“, sagte sie. Damit der Eigenanteil nicht durch steigende Baukosten am Ende aus dem Ruder laufe, sehe der Beschluss eine Kostenobergrenze von 1.560.000 Euro für das Gesamtprojekt vor.
CDU wirbt für einstimmiges Votum als Signal für Berlin
Eine Sicherheitsvorkehrung, die FDP-Chefin Alwine Hartwig ausdrücklich begrüßte: „Eine Budgetdeckelung sollten wir eigentlich bei jedem Projekt machen.“ Nicola Cyliax-Kindling warb eindringlich für einen einstimmigen Beschluss als Signal nach Berlin: „Geben wir das zurück, wird uns in Zukunft niemand mehr berücksichtigen“, meinte sie.
Zudem handele es sich um eine Förderung für die eigene Sportstätte in Eikamp: „Wenn die in einigen Jahren marode ist, sanieren wir sie alleine“, warnte Kindling. „Auf lange Sicht saniert das unseren Haushalt“, stimmte Ilka Goder (Die Grünen) zu.
