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Erneute DetonationZweite Explosion in Overath nahe Polizeiwache

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Die Polizei ermittelt nach einer Explosion in Overath (Symbolfoto).

Direkt an der Landstraße 284, die von Overath-Untereschbach nach Rösrath-Hoffnungsthal führt, liegt die Polizeiwache, unweit derer am Dienstag ein zweiter Sprengsatz detonierte.

Erneut hat es nahe der Polizeiwache in Overath eine Explosion gegeben. Die Kriminalpolizei Köln ermittelt und sucht dringend nach Zeugen und Zeuginnen.

Wer hat es auf die Polizeiwache Overath/Rösrath in Overath-Untereschbach abgesehen? Nur drei Tage nach der Explosion auf der Rückseite der Polizeiwache in Untereschbach ist es erneut zu einem Sprengstoffanschlag auf das Dienstgebäude gekommen. '

Zweite Explosion innerhalb weniger Tage

Wieder detonierte am frühen Morgen ein Sprengkörper – diesmal auf einem Grundstück gegenüber der Wache. Der Staatsschutz der Kölner Polizei ermittelt in beiden Fällen und prüft einen Zusammenhang.

NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) spricht in ein Mikrofon.

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) äußerte sich zu der Explosion an der Polizeiwache. Sie liegt in seinem Wahlkreis.

Wie der beim Kölner Polizeipräsidium angesiedelte Staatsschutz erst am Donnerstag mitteilte, ereignete sich die zweite Explosion bereits am Dienstagmorgen (14. Juli) gegen 4.50 Uhr an der Hoffnungsthaler Straße. Durch die Wucht der Detonation sei eine rückwärtige Fensterscheibe des Dienstgebäudes beschädigt worden, heißt es im Bericht des Staatsschutzes. Der Erkennungsdienst habe Spuren am Tatort gesichert.

Ein Angriff auf eine Polizeiwache ist ein Angriff auf uns alle. Wer unsere Polizei angreift, muss mit der vollen Härte des Rechtsstaats rechnen.
Herbert Reul (CDU), NRW-Innenminister und Landtagsabgeordneter in Rhein-Berg

Der Sprengsatz detonierte an der Hoffnungsthaler Straße auf einem Grundstück, das dem Dienstgebäude gegenüberliegt. Durch die Explosion wurde eine rückwärtige Fensterscheibe der Wache beschädigt.

Bereits am Samstagmorgen (11. Juli) war es zu einer Explosion gekommen. Am Wochenende waren Polizeibeamte gegen 5.15 Uhr durch einen lauten Knall aus dem Bereich der Straße „Am Lüderich“ aufgeschreckt worden. Bei der anschließenden Spurensuche fanden Ermittler die Überreste einer zerborstenen Glasflasche sowie mehrere Nägel.

Erste Explosion hatte Tür auf der Rückseite der Polizeiwache beschädigt

Die Explosion hatte eine Tür auf der Rückseite der Polizeiwache beschädigt, außerdem wurde die Terrassenüberdachung eines benachbarten Wohnhauses in Mitleidenschaft gezogen. Verletzt wurde bei beiden Explosionen niemand.

Nach dem ersten Anschlag hatte sich auch NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) zu Wort gemeldet. Der in Leichlingen lebende Minister, zu dessen Landtagswahlkreis die Polizeiwache Untereschbach gehört, verurteilte die Tat scharf. „Ein Angriff auf eine Polizeiwache ist ein Angriff auf uns alle“, erklärte Reul. Dass niemand verletzt worden sei, sei „ein glücklicher Umstand“. Zugleich kündigte er konsequente Ermittlungen an: „Unsere Sicherheitsbehörden ermitteln jetzt die Hintergründe und die Täter. Wer unsere Polizei angreift, muss mit der vollen Härte des Rechtsstaats rechnen.“

Beide Male schlugen der oder die Täter in den frühen Morgenstunden zu

Dass die Täter nun erneut in den frühen Morgenstunden zuschlugen, dürfte die Ermittler in ihrer Annahme bestärken, dass die Polizeiwache gezielt ins Visier genommen wurde. Beide Tatorte liegen unmittelbar am Dienstgebäude. Wie schon nach der ersten Explosion hat die Kriminalinspektion Staatsschutz der Polizei Köln die Ermittlungen übernommen.

Ob derselbe Täter oder dieselbe Tätergruppe hinter beiden Taten steckt und welche Art von Sprengkörpern verwendet wurde, teilte die Polizei bislang nicht mit. Auch zu einem möglichen Motiv äußerten sich die Ermittler weiterhin nicht. Bereits nach dem ersten Anschlag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft erklärt, dass ein politisch motivierter Hintergrund nicht ausgeschlossen werden könne.

Die Polizei bittet Zeugen, die im Umfeld der Hoffnungsthaler Straße oder der Straße Am Lüderich verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer (02 21) 22 90 oder per E-Mail zu melden: poststelle.koeln@polizei.nrw.de