Weil es zu wenig regnet, machen sich Landwirte Sorgen um ihre Felder. Die Kreisbauernschaft fordert die Umsetzung der EU-Agrarkrisenreserve.
Zu wenig RegenAnhaltende Trockenheit bedroht Ernte im Rheinisch-Bergischen Kreis

Die Felder im Kreis leiden unter der anhaltenden Trockenheit – und damit auch die Ernte. (Symbolbild)
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Sie landen regelmäßig auf unseren Tellern: Kartoffeln, aber auch Mais, Zuckerrüben und ganz grundsätzlich Obst und Gemüse. Doch der ausbleibende Regen führt dazu, dass die Kulturen auf den Feldern der Landwirtinnen und Landwirte im Rheinisch-Bergischen Kreis unter anhaltender Trockenheit und hohen Temperaturen leiden.
„Diese Kulturen befinden sich derzeit in ihrer entscheidenden Wachstums- und Ertragsbildungsphase. Ohne ausreichend Wasser können sich die Pflanzen nicht normal entwickeln“, erklärt Peter Lautz, Vorsitzender der Kreisbauernschaft Rhein-Berg e.V. „Vielerorts geht es inzwischen nicht mehr um Spitzenerträge, sondern darum, überhaupt noch eine wirtschaftlich tragfähige Ernte einzufahren.“
Besonders unsere tierhaltenden Betriebe im Rheinisch Bergischen Kreis stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck
Ein weiteres Problem: die Futterversorgung der tierhaltenden Betriebe. Zwar sei ein wichtiger Teil des Jahresfutterbedarfs dank der Niederschläge im Frühjahr auf vielen Grünflächen bereits gesichert, wie der Rheinische Landwirtschafts-Verband (RLV) mitteilt. Aktuell drohe jedoch aufgrund der anhaltenden Trockenheit der Ausfall von mindestens einem Grünlandschnitt. Umso wichtiger sei dementsprechend die Entwicklung des Maises, der eine wichtige Rolle in der Fütterung von Rindern spiele. „Bleiben die dringend benötigten Niederschläge aus, drohen deutliche Ertragseinbußen und eine angespannte Futterversorgung im weiteren Jahresverlauf“, betont Lautz.
Neben der klimabedingten Problematik gibt es auch einen weiteren wirtschaftlichen Faktor, der die schwierige Lage der landwirtschaftlichen Betriebe im Kreis weiter verschärft. Das sind die laufenden Ausgaben, genauer die hohen Kosten für Dünger, Energie und Dieselkraftstoff. „Besonders unsere tierhaltenden Betriebe im Rheinisch Bergischen Kreis stehen unter erheblichem wirtschaftlichem Druck“, sagt Lautz, und fügt hinzu: „Hohe Energie- und Betriebsmittelkosten, steigende Futterkosten und gleichzeitig niedrige Milch- und Fleischpreise lassen kaum Spielraum für Investitionen.“
Kreisbauernschaft Rhein-Berg fordert ein entschlossenes Handeln der Regierung
Ein entschlossenes Handeln der Bundesregierung fordert die Kreisbauernschaft Rhein-Berg, um der aktuellen Lage der Landwirtinnen und Landwirte entgegenzuwirken. Die Europäische Union hat bereits Mittel aus der Agrarkrisenreserve bereitgestellt, um die gestiegenen Düngemittelkosten der landwirtschaftlichen Betriebe abzufedern, erklärt der RLV.
„Frankreich nutzt dieses Instrument bereits und ergänzt die EU-Mittel national“, ergänzt Lautz. „Deutschland muss jetzt nachziehen, damit unsere landwirtschaftlichen Betriebe im europäischen Wettbewerb nicht benachteiligt werden.“
