Das Finale des Literaturwettbewerbs der Gruppe 48 steht im September auf Schloss Eulenbroich an. Ein Überblick über die Nominierten.
WettbewerbGruppe 48 präsentiert Literatur für Rösrath und die Welt

Auch im vergangenen Jahr fand der Wettbewerb auf Schloss Eulenbroich statt.
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Autoren, Leser und Literaturfans zusammenzubringen und spannende Einblicke in die gegenwärtige Lyrik und Prosa verspricht der jährliche Wettbewerb der Gruppe 48. Auch in diesem Jahr findet das Finale auf Schloss Eulenbroich statt, und zwar am 13. September um 10 Uhr. Ein Thema war diesmal nicht vorgegeben.
Die Gruppe 48 ist ein Schriftstellerverein, dessen Mitglieder in ganz Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland verteilt sind. In diesem Jahr feierte sie ihr zehnjähriges Bestehen, von Beginn an war Rösrath ihr organisatorisches Zentrum.
In einem anonymisierten Verfahren wählt die Jury die Teilnehmer aus
Wer in diesem Jahr beim Finale des Wettbewerbs in der Sülzstadt dabei sein wollte, konnte sich bis Mitte April bewerben. Die Texte wurden einer Fachjury vorgelegt. In einem anonymisierten Verfahren wählte diese die Teilnehmer des Finales aus, die ihre Texte auf Schloss Eulenbroich vor dem Publikum präsentieren werden. Pro Kategorie gibt es vier Finalisten.
Mit Prosatexten treten Christian Engel, Johannes Schwelm, Christiane Czymoch und Doreen Prick an. Engel, geboren 1989, studierte Politik in Frankfurt am Main und in Brighton und ist Redaktionsleiter einer Berliner Kommunikationsagentur. Bisher hat er in Anthologien und Literaturzeitschriften veröffentlicht. Engel erhielt den Hauptpreis des Hessisch-Thüringischen Literaturforums.
Die Finalisten kommen aus verschiedenen beruflichen Branchen
Ein Studium der Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie in Düsseldorf absolvierte der 1967 geborene Sozialarbeiter Schwelm. Seit rund 16 Jahren veröffentlicht er im Ludwigsfelder Verlagshaus Titel wie „Das kranke Haus“ und „Neuss ist schöner wie Paris“. Czymoch beschäftigt sich wissenschaftlich sowie literarisch mit gesellschaftspolitischen Machtgefügen und Solidarisierungsfragen. Geboren 1985, studierte sie Psychologie, Theaterwissenschaft, Germanistik und Anglistik. Neben akademischen Publikationen ist sie mit Lyrik und Kurzprosa in Anthologien und Online-Magazinen vertreten. Sie finalisiert derzeit ihren Debütroman und arbeitet zudem als Schriftdolmetscherin.
Aus dem Personalwesen kommt Doreen Prick, geboren 1980. Sie beschäftigt sich sowohl in beruflichen als auch privaten Kontexten mit Lebenswegen und Wendepunkten. Ihre Texte präsentieren sich als autobiografisch inspiriert und handeln von Herkunft, Familie, Identität und die Spuren, die Erfahrungen im Leben hinterlassen. Mit einer ihrer Kurzgeschichten erreichte sie die Longlist des Deutschen Kurzgeschichtenwettbewerbs.
In der Kategorie Lyrik treten ebenso vier Finalisten gegeneinander an
Auch in der Kategorie Lyrik gibt es vier Finalisten. Es treten an: Dörthe Huth, Marlies Blauth, Sigune Schnabel und Helmut Blett. Huth ist Jahrgang 1968 und hat Germanistik, Psychologie und Computerlinguistik in Duisburg studiert. Ihre Gedichte wurden international veröffentlicht. Bereits fünf eigene Gedichtbände hat Blauth veröffentlicht. Ursprünglich studierte die heutige Lyrikerin und Künstlerin, die 1957 geboren wurde, Kunst, Biologie und Kommunikationsdesign und war 21 Jahre Lehrbeauftragte an der Universität Wuppertal.
Verschiedene Preise, unter anderem den Wiener Werkstattpreis 2022, hat Schnabel bereits gewonnen. Geboren wurde sie 1981. Schnabel absolvierte ein Diplomstudium Literaturübersetzen in Düsseldorf. Zuletzt veröffentliche sie vergangenes Jahr den Einzeltitel „Glas und andere Irrtümer“ beim Geest-Verlag. Als selbstständiger Berater ist war Blepp, Jahrgang 1959, noch bis vor rund zwei Jahren tätig. Seine Werke wurden bereits in deutschsprachigen Zeitschriften und Anthologien veröffentlicht. Außerdem arbeitet er für die Zeitschrift Experimenta als Kolumnist.
Die Summe des Preisgeldes liegt bei insgesamt 10.000 Euro
Beim Finale in Schloss Eulenbroich werden sie sich alle gegenüberstehen. Es geht um Preisgelder von insgesamt 10.000 Euro: Vergeben werden je 2500 Euro für den Preis der Gruppe 48 in den Kategorien Lyrik und Prosa, je 1000 Euro für den Publikumspreis in beiden Gattungen sowie Nominierungspreise zu je 750 Euro.
Die Bekanntgabe der Gewinner findet am Tag des Finales um 15.30 Uhr statt. Die Veranstaltung ist kostenlos. „Jeder kann die Veranstaltung besuchen und kann mitbestimmen“, betont Fatmanur Kalkan, erste Vorsitzende des Vereins. Vor Ort wird es außerdem ein Buffet sowie Musik mit Ismael de Barcelona geben. Weitere Informationen finden Interessierte im Internet.

