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Rhein-Berg auf dem TrockenenTrockenster Juli seit Beginn der Messungen im Bergischen

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Blick über den Überlauf auf den Wasserspiegel der Großen Dhünn-Talsperre.

Nur zu 44 Prozent ist die Große Dhünn-Talsperre aktuell noch gefüllt.

An der Großen  Dhünn-Talsperre fiel im vergangenen Monat nicht mal ein Drittel der üblichen Regenmenge. Wasserverband zeigt sich besorgt.

Die anhaltende Dürre macht sich auch an der Großen Dhünn-Talsperre deutlich bemerkbar. Gerade einmal 24 Liter Regen pro Quadratmeter wurden im Juli an der Messstelle Lindscheid registriert. Normal wären dort 82 Liter. Damit fiel nicht einmal ein Drittel der durchschnittlichen Niederschlagsmenge. Seit Beginn der Messungen in Lindscheid im Jahr 1954 hat es dort keinen trockeneren Juli gegeben.

Auch an anderen Messstellen des Wupperverbandes wurden Negativrekorde verzeichnet. An der Bever-Talsperre in Hückeswagen fielen lediglich zwölf statt durchschnittlich 79 Liter Regen pro Quadratmeter. In Leverkusen wurden sogar nur sieben Liter gemessen. Insgesamt war es nach Angaben des Wupperverbandes der trockenste Juli seit Beginn seiner Niederschlagsaufzeichnungen. Hinzu kamen laut Deutschem Wetterdienst 262 Sonnenstunden in NRW statt der üblichen 187 – und damit eine besonders hohe Verdunstung.

Kleinere Bäche sind teilweise bereits komplett ausgetrocknet

Die Folgen sind in der Region längst sichtbar. Kleinere Bäche sind teilweise ausgetrocknet, andere führen nur noch wenig Wasser. Die Dhünn profitiert dagegen von der Großen Dhünn-Talsperre. Durch die sogenannte Niedrigwasseraufhöhung wird Wasser abgegeben, damit der Fluss auch während der Dürre ausreichend Wasser führt. Das ist auch ökologisch wichtig: Teile der Dhünn sind als Lachslaichgewässer ausgewiesen und Lebensraum empfindlicher Arten.

Allerdings sinkt durch die anhaltende Trockenheit auch der Füllstand der Talsperre. Um Reserven für möglicherweise weitere trockene Monate zu bewahren, hat der Wupperverband die Wasserabgabe an die Dhünn inzwischen „maßvoll reduziert“. Auch die Wasserversorger nutzen wegen des aktuellen Füllstands weniger Rohwasser aus der Großen Dhünn-Talsperre und greifen verstärkt auf andere Quellen zurück. Der Wupperverband appelliert daher auch, sorgsam mit Trinkwasser umzugehen.