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Diamantene HochzeitAuf dem Bauernball in Bedburg-Kirchherten begann die Liebe

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Das bild zeigt das Paar auf dem Sofa.

Anneliese und Heinz-Josef Olligs feiern diamantene Hochzeit.

Anneliese und Heinz-Josef Olligs lernten sich im Winter 1961 kennen. Das Tanzen hat die beiden nähergebracht.

Es war im Winter 1961, als sich der achtzehnjährige Heinz-Josef Olligs und die sechzehnjährige Anneliese Schmitz beim Bauernball in Kirchherten kennenlernten. „Sie war hübsch und konnte gut tanzen, und da hat es gleich gefunkt“, erinnert sich der Jubilar.

Der Landwirtschaftsmeister und die technische Zeichnerin – sie kommt auch aus einer Landwirtschaftsfamilie – ließen ab sofort keine Veranstaltung mehr aus, um sich zu sehen und zu tanzen. Sie waren schwer verliebt.

Die beiden gingen in Kirchherten gemeinsam zum Chor

Nun war es zu der Zeit nicht gerade leicht, „von zu Hause wegzukommen“. Da boten sich die Chorproben des Kirchhertener Kirchenchors an. Jeden Mittwoch holte er sie nach der Probe ab. „Alles, was heimlich ist, ist doppelt interessant“, sagt Anneliese Olligs. Mutter Olligs, stellvertretende Kreisbäuerin, hatte jedoch bereits eine Frau für ihren Sohn im Auge.

Das schwarz-weiß Foto zeigt die beiden bei der Hochzeit, vor ihnen steht ein Pfarrer.

1966 gaben sich die beiden das Jawort.

Die aber konnte absolut nicht tanzen und war somit tabu für den Sohnemann. Kurzerhand beschloss Anneliese Schmitz, 1963 eine Hauswirtschaftslehre in Bedburg-Rath, später in Soest, zu absolvieren, wo er sie oft besuchte. 1964 verlobten sich die beiden. Am 24.Juni1966 heirateten sie standesamtlich, am 6.Juli 1966 in der St.-Martinus-Kirche in Kirchherten. Jetzt feiern Anneliese (81) und Heinz-Josef Olligs (83) diamantene Hochzeit.

Bedburger Paar feiert diamantene Hochzeit

Ihre Hochzeitsreise verbrachten sie damals im Zillertal. Von dort zurück, zog das Paar in sein Elternhaus. Am 20. Juni 1966 wurde Sohn Heinz-Georg geboren, am 25. Juni 1967 Sohn Robert, am 18. August 1969 Tochter Bärbel und am 28.November 1971 Tochter Marlene. Nachdem er 1974 die Baugenehmigung für ein Fertighaus in Kirchherten bekommen hatte, zogen seine Eltern dorthin.

Er übernahm den Betrieb und stellte von Rindviehhaltung auf Schweinezucht um. Das Unternehmen wurde zum Ferkelerzeugerbetrieb mit 150 Sauen. Urlaub machte das Paar mit den Kindern auf Fehmarn, Föhr und im Ammerland. Später ging es in die Karibik, ans Nordkap und auf diverse Kreuzfahrten.

1969 trat der Jubilar seinen wohlverdienten Ruhestand an und übergab den Betrieb an seinen Sohn Hans-Georg. Der wiederum stellte um auf Kartoffeln, Getreide und Zuckerrüben und machte ihn zu einem Vorzeigebetrieb.

Heinz-Josef Olligs ist mittlerweile leidenschaftlicher Züchter von Kanarienvögeln, mit denen er auch auf Ausstellungen unterwegs ist. Das Paar hat sieben Enkelkinder im Alter von 17 bis 33 Jahren und ein fünfzehn Monate altes Urenkelchen. „Wir haben großes Glück mit unseren Kindern und sind so stolz auf sie. Wir alle sind immer füreinander da.“