Präsident Robert Lepper bekam zur Prunksitzung die größte Ehre der Bedburger Narrenzunft überreicht: Den Orden der Gesellschaft.
Mitreißende PrunksitzungBedburger Narrenzunft will Ausgelassenheit nur noch einmal toppen

Die Bedburger Narren feierten ausgelassen ein jeckes Jubiläum.
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Zur Prunksitzung hatte die Bedburger Narrenzunft von 1886 in das große Festzelt am Schlosspark eingeladen. Und wenn Bedburg feiert, dann richtig. Fantasievolle Kostüme von Popeye über Meerjungfrauen bis zum bunt geschminkten Clown. Hier glitzerte und funkelte es und vieles war an Originalität kaum zu überbieten.
Die Bedburger feierten ausgelassen, tanzten und schunkelten zur Musik von Planschemalöör und King Loui. Bei Lupos Dauerhit stimmten sie mit ein: För die Liebe nit. Schenkelklopfer bei Bernd Stelter, staunen bei Colonia Rut Wiess – der Literat hat bei der Programmauswahl tolle Arbeit geleistet.
Karneval: Besondere Ehrung der Bedburger Narrenzunft
Natürlich durften auch die Tänzerinnen aus den eigenen Reihen nicht fehlen. „Von Ströppche über Marketenderinnen bis zu den Zunftstääne – hier ist heute alles vertreten“, so Wolfgang Correnz vom Senat der Narrenzunft, der sein Präsidentenamt in der Session 2019/2020 an Robert Lepper abgetreten hat.
„Robert wird heute mit der größten Auszeichnung der BNZ, nämlich dem großen Orden der Gesellschaft, geehrt“, so Correnz. Seit 1994 hält Lepper dem Verein die Treue und hat sich besonders verdient gemacht. Er hat unter anderem zehn Jahre, mit Carsten Esser die Kindersitzung organisiert.
Fanfarencorps feiert jeckes Jubiläum in Bedburg
Begonnen hat er als Fanfare. Und das Fanfarencorps des Narrenzunft feiert in dieser Session ein jeckes Jubiläum. 44 Jahre! 34 aktive Mitglieder spielen auf Fanfaren, Trompeten, Trommeln und Hörnern. „Zum Jubiläum haben wir uns etwas Besonderes ausgedacht“, so Correnz. „Das Fanfarencorps spielt ein Medley. Dabei ist jedes Instrument mit Funkmikrofonen ausgestattet und wird somit quasi zur Big Band“. Ein fantastischer Beitrag, bei dem es keinen Bedburger auf den Stühlen hielt.
Die Jecken feierten ihre Gesellschaft mit Fanfarencorps, Tänzerinnen und dem Gardetanz der Stadtwache mit Marie Lara Depke und ihren Leutnant Henrik Heinen. Eine rundum gelungene Sitzung mit bester Laune vor und auf der Bühne. Wolfgang Correnz prophezeit noch eine Steigerung der Ausgelassenheit: „Das können wir nur am Rosenmontag toppen, wenn wir mit 220 Jecken und vier Festwagen tonnenweise Kamelle unters närrische Volk bringen“.


