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Ab 1. August dieses JahresDie Stadt Bedburg halbiert künftig die Kita-Beiträge

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Gummistiefel und Regenhosen von Kindern hängen an einem Regal.

Die Stadt Bedburg senkt die Kita-Gebühren um mehr als die Hälfte.

Im nächsten Schritt sollen die Kita-Beiträge ab dem Sommer des nächsten Jahres vollständig abgeschafft werden.

Die Stadt Bedburg senkt die Kita-Gebühren um mehr als die Hälfte. Der Jugendhilfeausschuss hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, wie von der Verwaltung vorgeschlagen die Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege zum Beginn des nächsten Kita-Jahres am 1. August um insgesamt 51 Prozent zu reduzieren.

Grundlage war ein Antrag der SPD-Fraktion. Im nächsten Schritt sollen die Kita-Beiträge ab dem Sommer des nächsten Jahres vollständig abgeschafft werden. „Dieser Beschluss ist eine ganz konkrete und spürbare Entlastung für Familien in unserer Stadt“, sagt Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach.

Bedburg: Entlastung für alle Familien, insbesondere für einkommensschwächere Haushalte

„Dank der positiven wirtschaftlichen Entwicklung Bedburgs und der geplanten Ansiedlungen können wir gerade diejenigen finanziell entlasten, die künftig Verantwortung tragen und unsere Stadt weiterentwickeln werden. So kommt die positive Entwicklung unserer Stadt auch direkt bei den Familien an.“ Vor allem das neue Gewerbegebiet BEB61 mit der geplanten Ansiedlung von Microsoft sowie weiterer Unternehmen bildeten die Grundlage für den finanziellen Spielraum.

Das neue Beitragsmodell sieht demnach eine Entlastung aller Familien vor, insbesondere aber für einkommensschwächere Haushalte. So waren bislang Eltern mit einem Jahreseinkommen unter 15.000 Euro beitragsfrei. Diese Grenze wird auf 30.000 Euro angehoben werden. Die Stadt Bedburg setzt auf ein gestuftes Modell, das neben dem Einkommen der Eltern auch die unterschiedlichen Betreuungszeiten berücksichtigt. Die Erfahrungen aus dem Kita-Jahr 2026/2027 sollen genutzt werden, um tragfähige Regelungen für eine vollständige Beitragsfreiheit ab dem Kita-Jahr 2027/2028 zu entwickeln.

„Das ist die größte Entlastung für Familien mit Kindern seit vielen Jahren und wird im Geldbeutel zu spüren sein“, sagte die Sprecherin der SPD-Fraktion im Ausschuss, Nina Wolff. Für die CDU wäre eine noch stärkere soziale Anpassung möglich gewesen, „denn die Entlastung im unteren Einkommensbereich betrifft lediglich eine Handvoll Eltern“, sagt CDU-Sprecher Markus Klein.

Grundsätzlich sei die Senkung und damit die Entlastung der Familien mit Kindern in Kitas und Kindertagespflegestellen jedoch zu begrüßen. Der Stadtrat muss der Empfehlung des Jugendhilfeausschusses noch zustimmen.