Am 1. September 1976 heirateten Edith und Alfred Krempf standesamtlich. Die Flitterwochen verbrachten sie in der Lüneburger Heide.
Lange HerzensverbindungEdith und Alfred Krempf aus Bergheim feiern goldene Hochzeit

Edith und Alfred Krempf feiern goldene Hochzeit. Seit 2020 leben sie in Bergheim-Kenten.
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„Tausendmal berührt, tausendmal ist nichts passiert, tausend und eine Nacht – und es hat Zoom gemacht“, zitiert Alfred Krempf (73) die Zeile des Songs der Klaus Lage Band. „Genauso war es bei uns.“
Er und seine Frau Edith (70) feiern heute in Bergheim-Kenten goldene Hochzeit. Beide wohnten in Köln und haben ihre Kindheit und Jugendzeit überwiegend in der neuapostolischen Kirchengemeinde in Köln-Ehrenfeld verbracht. Hineingeboren in den neuapostolischen Glauben, war die Kirche ihr ständiger Treffpunkt.
Erftstadt: Erstes Treffen im Oktober 1975 im Gasthaus Marienbild in Köln
„Mädchen“ waren zunächst nicht so das Thema vom jungen Alfred und seiner Clique. Als einige sich dann aber doch zu „Dates“ verabredeten, wie man es heute nennen würde, ging auch er in sich. Er reservierte im Oktober 1975 im Gasthaus Marienbild in Köln einen Tisch. Er lud Edith zum Essen ein mit den Worten: „Wir sehen uns jetzt öfter.“

1976 schlossen die beiden den Bund fürs Leben (Repro).
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Das taten sie dann auch, kauften im Dezember 1975 im Kölner Hauptbahnhof die Trauringe und informierten danach ihre Eltern. Nun gingen sie auf Wohnungssuche. Alfred Krempf war als Betriebswirt bei der DEVK tätig, Edith Schmidt arbeitete bei der Post, die ihren Mitarbeitern Wohnungen zuteilte. Nachdem sie ihre erste eigene Wohnung bezogen hatten, heirateten sie am 1. September 1976 standesamtlich, am 5. September in „ihrer“ neuapostolischen Kirche in Köln-Ehrenfeld.
Die Flitterwochen verbrachten sie in Hermannsburg in der Lüneburger Heide. Vier Jahre später, am 11. Mai 1980, kam Tochter Melanie zur Welt. Das Paar nahm auch ein Pflegekind, den zweijährigen Farid, auf, der bis zu seinem 18. Lebensjahr bei der Familie blieb. Sohn Manuel wurde am 12. Mai 1986 geboren. Mit den Kindern verreisten sie in die Eifel, nach Bayern oder nach Holland. Gern erinnern sie sich an den „Indian Summer“ in Kanada.
Auf der Suche nach einer barrierefreien Wohnung fanden sie diese in Bergheim-Kenten, ganz in der Nähe von Tochter Melanie. Und so verließen sie 2020 nach 60 Jahren „ihre Stadt“ Köln. Alfred Krempf trat, nach 45-jähriger Tätigkeit bei der DEVK, 2021 den Ruhestand an. Das Paar geht mehreren ehrenamtlichen Tätigkeiten nach. Edith Krempf in der neuapostolischen Kirche in Bergheim, Alfred Krempf als Archivar im Geschichtsverein der Stadt Bergheim.
Viel Freude machen ihnen ihre vier Enkelkinder im Alter von acht, elf, 15 und 18 Jahren. Ihre beiden Kinder haben ihnen zur goldenen Hochzeit „Zeit geschenkt“ mit den Worten: „Ihr hattet immer Zeit für uns!“ Mit Tochter Melanie und ihrer Familie ging es nach Dänemark, mit Sohn Manuel und seiner Familie nach Holland. „Unsere Herzensverbindung hat einfach gestimmt“, sagt das Paar am Tag seiner goldenen Hochzeit.
