Torsten Rekewitz aus Bergheim hat, wie er sagt, schon vor Monaten vor einer Zusammenarbeit zwischen BSW und AfD gewarnt.
Ex-BürgermeisterkandidatSPD-Politiker sieht BSW in Rhein-Erft „auf Kuschelkurs“ zur AfD

Torsten Rekewitz hält eine Zusammenarbeit zwischen dem BSW und der AfD im Rhein-Erft-Kreis für möglich.
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Torsten Rekewitz sieht sich bestätigt. Schon vor geraumer Zeit hatte der Parteichef der Bergheimer SPD und im Vorjahr unterlegene Bürgermeisterkandidat über eine Zusammenarbeit zwischen dem BSW und der AfD spekuliert – und kürzlich hatte Sahra Wagenknecht in einem Brief an die in Teilen rechtsextreme Partei geschrieben, man könne gemeinsam zu „kontroversen Debatten“ einladen und so „die Hallen und Marktplätze füllen“.
Er, so Rekewitz auf Facebook, habe schon vor Monaten seine Sorge darüber geäußert, wann „die Resterampe-Leute des BSW im Rhein-Erft-Kreis mit der AfD kuscheln“. Die AfD ist im Kreistag in Bergheim mit zwölf Sitzen, das BSW mit zweien.
BSW hatte Zusammenarbeit mit AfD kategorisch abgelehnt
Hans Decruppe (BSW, früher Linke), der sich als Antifaschist bezeichnet, hatte 2025 in einem anderen Zusammenhang versichert: Auf Kreisebene werde es mit der AfD „keine inhaltlichen Übereinstimmungen und keine politische Zusammenarbeit, schon gar nicht Koalitionen oder Ähnliches“ geben.
Die AfD dagegen scheint weniger Berührungsängste zu haben. Sie hatte Anfang 2026 das Bestreben des BSW begrüßt, die Ausschussgröße im Kreistag mit Hilfe des Verwaltungsgerichts Köln anzufechten. Seine Fraktion bedaure, dass das BSW mit dem Antrag, den Ausgang der Kreistagswahl 2025 in der Sitzanzahl der Fachgremien abzubilden, politisch gescheitert sei, teilte der AfD-Vorsitzende Jeremy Jason mit: „Auch wir erkennen in dem Vorgehen der CDU gemeinsam mit ihren Mehrheitsunterstützern eine taktische Maßnahme zum Machterhalt, nicht jedoch den ernsthaften Willen, die tatsächlichen Wahlergebnisse angemessen abzubilden.“ (jtü)