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DiamanthochzeitJubelpaar aus Bergheim hatte sich schon immer ein wenig im Blick

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Das Foto zeigt ein älteres Paar.

Roswitha und Franz Keuthmann feiern Diamantene Hochzeit.

Das Paar gab sich am 28. September 1966 im Standesamt Bergheim das Ja-Wort. Die kirchliche Trauung fand darauf in der Kirche St. Laurentius statt.

„Wir hatten uns immer schon ein wenig im Blick“, erinnert sich Franz Keuthmann an die erste Zeit mit Roswitha Keuthmann. Am 28. September sind die beiden 60 Jahre verheiratet. Gemocht haben sie sich schon vorher.

Franz Keuthmann, in Quadrath-Ichendorf aufgewachsen, sei Roswitha in der Gaststätte Feuerhof begegnet. Die Eltern der jungen Frau hatten „Die Flamm“, wie sie im Dorf genannt wurde, 1964 in Quadrath eröffnet. „Ich habe oft in der Gaststätte geholfen und Franz war dort zu Gast“, erzählt Roswitha Keuthmann heute. „Er bat mich, statt Strichen Kreuze auf seinen Bierdeckel zu malen.“ Zum 21. Geburtstag im folgenden November 1965 habe er ihr einen riesigen Blumenstrauß geschenkt, garniert mit ebenjenem Bierdeckel, erinnert sich die heute 81-Jährige.

Bergheim: Er war für dem Betriebsrat tätig

Mit ihren Eltern war die gebürtige Oberhausenerin 1954 zunächst nach Köln und 1964 nach Quadrath-Ichendorf gezogen. Franz Keuthmann war schon hier zur Schule gegangen, hatte danach die Handelsschule besucht und Industriekaufmann gelernt. Seine heutige Frau hatte bis zur Geburt der ersten Tochter bei renommierten Friseuren in Köln gearbeitet. Er selbst arbeitete als kaufmännischer Angestellter in der Hauptverwaltung von Rheinbraun in Köln. Knapp 22 Jahre war er auch für den Betriebsrat tätig; später Vorsitzender in der Hauptverwaltung und des Gesamtbetriebsrates bei Rheinbraun.

Das Paar gab sich am 28. September 1966 im Standesamt Bergheim das Ja-Wort. Die kirchliche Trauung fand am 1. Oktober in der Kirche St. Laurentius statt. „Wir haben ein großes Fest in der elterlichen Gaststätte gefeiert“, erinnern sich beide.

Das Foto zeigt ein Ehepaar bei der Hochzeit.

Roswitha und Franz Keuthmann bei der Hochzeit.

Man merke doch recht schnell, ob man sich gegenseitig sympathisch sei, findet das Paar. Neben Vertrauen seien ihnen auch gemeinsame Interessen stets wichtig gewesen. Das Reisen sei immer ihre Leidenschaft gewesen. „Wir haben die ganze Welt gesehen“, sagt Franz Keuthmann. Unter anderem ging es nach Australien, Neuseeland oder Mittelamerika. Immer, wenn es auf große Reisen ging, hat sich das Paar, das eine Tochter großzog, Zeit genommen. Nicht nur die touristischen Hotspots standen auf dem Programm. „Wir wollten Land und Leute kennenlernen“, so Franz Keuthmann. Noch heute reisen die beiden – am liebsten besuchen sie die Kanaren-Insel Fuerteventura.

1975 bezogen Roswitha und Franz Keuthmann und die damals sechs Jahre alte Tochter ein Haus in Quadrath-Ichendorf. Seit der Geburt der Tochter arbeitete Roswitha hauptsächlich zu Hause. „Haus, Garten und Kind machen viel Arbeit, aber das hat mir nicht gereicht“, sagt sie. So wurde das Malen zu einem großen Hobby. Fast alle Bilder, die das Zuhause des Paares schmücken, hat die 81-Jährige selbst gemalt. Franz Keuthmann spielte Fußball, zunächst beim BC Quadrath-Ichendorf, dann beim SV Horrem. Jahrelang kegelte das Paar auch gemeinsam im gemischten Kegelclub „Ärm Söck“. „Wir haben schon eine schöne Zeit gehabt“, erinnern sie sich lächelnd.

Bei der Hochzeit 1966 hätten die Mitglieder der KG 15 Spalier gestanden. „Das war so schön. Alle 15 Mitglieder waren zugegen“, erinnert sich der heute 84-jährige Franz Keuthmann. Er habe die KG 15 mitgegründet und sei das letzte überlebende Gründungsmitglied.

Heute schaut das Paar auf ein erfülltes gemeinsames Leben zurück. „Wir hatten ein gutes Leben und haben alle Probleme gemeinsam bewältigt.“ Die diamantene Hochzeit wollen sie im Familienkreis feiern.