Camping, Strand und Wasser locken seit Jahren viele Urlauberinnen und Urlauber in die Schlossstadt.
Ferien auf dem CampingplatzSo geht Sommerurlaub am Heider Bergsee in Brühl

Warum in die Ferne schweifen? Am Sandstrand des Baggersees genießen Camper und Tagesgäste gemeinsam den Sommer.
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„Ich muss gar nicht nach Italien oder Spanien gurken. Hier am See kann ich mich für weniger Geld genau so gut erholen. Das Wetter spielt mit, die Stimmung ist entspannt, und der Platz ist bestens in Schuss. Mehr brauche ich nicht für einen schönen Urlaub“, erzählt Dominic Lo Giacco und wendet die Garnelenspieße, die gerade in der Miniküche seines QEK Junior (einachsiger Wohnanhänger) in der Pfanne brutzeln.
Für seinen 40 Jahre alten Wohnwagen aus DDR-Produktion hat sich Lo Giacco schon im Vorjahr ein Plätzchen in bester Lage gleich hinter dem Strand reserviert. Von hier aus lässt der selbstständige Schlosser den Blick über den Heider Bergsee schweifen und schaut dem bunten Treiben am und im Wasser lächelnd zu: „Herrlich!“

Raus aus der Großstadt, rein ins Campingvergnügen: Dominic Lo Giacco aus Köln-Ossendorf hat am Heider Bergsee ein Urlaubsziel ganz nach seinem Geschmack entdeckt.
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Eine weite Anreise musste der 57-Jährige nicht bewältigen, um sein Traumziel zu finden. Lo Giacco kommt aus Köln-Ossendorf und hat sich für knapp zwei Wochen auf dem idyllischen Platz am Brühler Stadtrand einquartiert: „In Köln ist die Hitze kaum zu ertragen, hier kann ich sie genießen. Und ich muss nur ein paar Kilometer weit fahren, um den ganzen Alltagsstress hinter mir zu lassen. Sobald der Wagen geparkt ist und die Campingstühle aufgestellt sind, kommt ein ganz anderes Lebensgefühl auf. Beim Campen lasse ich einfach die Seele baumeln. Faulenzen ist das erklärte Ziel.“
Brühl: Seit über 30 Jahren am Heider Bergsee
Ganz ähnlich sieht es auch Laszlo Katona. „Seit über 30 Jahren ist der Heider Bergsee ein absoluter Lieblingsort für mich und meine Familie“, schwärmt der Brühler Rentner, „im Sommer kommen wir mindestens zwei- oder dreimal die Woche als Tagesgäste hierher – immer schön früh, um ein Schattenplätzchen an den großen Bäumen direkt am Strand zu ergattern.“
In diesem Jahr sei das Wasser vielleicht ein bisschen zu warm und der Seepegel ziemlich niedrig, merkt Katona an. „Aber das stört uns nicht groß; so ist halt die Natur. Wir fühlen uns trotzdem wohl, auch weil hier alles sauber, gepflegt und ordentlich ist. Der Andreas macht das richtig gut.“

Seit fast 25 Jahren leitet Andreas Schirmer den auch in diesem Sommer wieder ausgebuchten Campingplatz am Heider Bergsee.
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„Der Andreas“ heißt mit Nachnamen Schirmer und hat die Leitung des Campingplatzes am Südufer des rund 35 Hektar großen, Mitte der 1960er-Jahre in einem Tagebaurestloch angelegten und komplett von wertvollem Mischwald umsäumten Heider Bergsee im Jahr 2003 von seinen Eltern übernommen. Das Geschäft laufe auch in diesem Sommer prima, freut sich Schirmer: „Unsere 175 Dauerstellplätze für die Wohnwagen sind alle belegt; wir müssen sogar eine Warteliste führen. Und auch die 55 Kurzzeitplätze sind über die ganzen Sommerferien hinweg komplett besetzt.“
Viele Bergsee-Stammgäste kommen aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet, aber auch bei Urlaubern aus den Benelux-Ländern sei der Platz beliebt, so Schirmer: „Wir konnten dieses Jahr auch schon Leute etwa aus England, Österreich und sogar aus Argentinien begrüßen.“
Pluspunkte sammelt der Platz mit der bewaldeten Umgebung, dem schönen Strandbad und attraktiven Ausflugszielen wie dem Phantasialand, den Brühler Schlössern oder der Kölner Altstadt.

Das schattige Plätzchen unter den großen Bäumen am Heider Bergsee ist für Laszlo Katona und seine Familie seit Jahrzehnten ein absoluter Lieblingsort.
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Andreas Schirmer und sein zehnköpfiges Team wissen allerdings, dass der Erfolg kein Selbstläufer ist. „Freundliches Servicepersonal, Sauberkeit, moderne und gepflegte Sanitäranlagen und eine gute Gastronomie sind das A und O für jeden Campingplatz. Was kaputt gegangen oder in die Jahre gekommen ist, muss sofort repariert oder ersetzt werden. Mit Blick auf die Nachhaltigkeit nehmen wir auch größere Projekte in Angriff. So haben wir mehrere Solaranlagen und neue Heizsysteme installiert. Das hat den Ölverbrauch um rund 70 Prozent reduziert.“
Den ungewöhnlich heißen und dürren Sommer habe der Campingplatz bislang ganz gut verkraftet. Allerdings sei der Wasserstand des ohnehin nur etwa zwei Meter tiefen Sees inzwischen um rund 40 Zentimeter gesunken. „Die Wasserqualität wird aber regelmäßig überprüft und ist nach wie vor sehr gut“, betont Andreas Schirmer.

