Die anhaltende Trockenheit birgt auch Risiken im bewaldeten Teil des Brühler Schlossparks, der weiterhin gesperrt bleibt.
Fehlender RegenDutzende Fische sterben in trockengefallenem Bach am Brühler Schlosspark

Staubtrocken ist der Bachlauf des Palmersdorfer Gewässers.
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Die Temperaturen im Rheinland haben zuletzt deutlich nachgelassen. Geblieben ist jedoch die anhaltende Trockenheit. Letztere hat nun ernste Konsequenzen für die Ökologie. So ist der Palmersdorfer Bach auf einem Abschnitt am Brühler Schlosspark trockengefallen. Konsequenz sind viele tote Fische, die besorgte Brühler aufschrecken. „Ich wohne seit sechs Jahren in Brühl. Das habe ich noch nicht gesehen. Es ist einfach erschreckend“, so eine Bürgerin in einem Beitrag in einem sozialen Netzwerk.
„Schön ist die Situation nicht“, sagt Dr. Bernhard Arnold aus der Führung des Nabu Rhein-Erft. Schließlich seien nicht nur Fische betroffen, sondern auch Amphibien oder etwa Libellenlarven. Doch der Experte sieht die Situation weniger dramatisch. „Grund ist die andauernde Trockenheit. Der Palmersdorfer Bach ist jedoch schon häufiger trockengefallen. Daran kann man nicht viel ändern“, sagt er. Gefährdete Arten seien nicht in größerem Maße bedroht, „und in einem Fließgewässer wandern Fische recht schnell wieder ein“.
Hohe Wassertemperatur bereitet dem Experten Sorgen
Ob sich unter den dortigen Krebsen auch die seltenen Steinkrebse befinden, wie manche Bürger befürchten, bezweifelt Arnold. Allerdings hat der Nabu Kontakt zu einem Fachmann aufgenommen, der sich die Tiere anschauen will.

Das Schilfgras erinnert noch daran, dass hier bis vor wenigen Tagen Wasser lief.
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Mehr Sorgen als der Palmersdorfer Bach machen Arnold die Weiher im und am Schlosspark. Aufgrund der hohen Wassertemperaturen drohe in den nährstoffreichen Gewässern ein Sauerstoffmangel und ein „Umkippen“.
Auch die Stadtverwaltung hat die Situation im Blick. „Es handelt sich um eine Stelle hinter dem Ablaufbauwerk des Großen Inselweihers“, so die Verwaltung zur Örtlichkeit, die abseits der stärker frequentierten Routen von Radfahrern und Spaziergängern liegt. „Dieser Bereich befindet sich im Eigentum des Palmersdorfer Bachverbandes“, heißt es weiter. Der Bachwart werde sich den Bereich kurzfristig ansehen und verendete Fische bergen.
Eine Möglichkeit, den Bereich zu fluten, gebe es mangels Zufluss aus dem Großen Inselweiher derzeit nicht. Die Verwaltung erklärt: Der Palmersdorfer Bach sei bereits bei der Bestandsaufnahme der EG-Wasserrahmenrichtlinie als „zeitweise trockenfallend“ bezeichnet worden. Zwar könne seit 2022 durch ein neues Ablaufbauwerk der Abfluss besser gesteuert werden und das Trockenfallen deutlich vermindert werden, der derzeitige Zustand sei aber durchaus charakteristisch für diesen Bach.
Barockparterre des Schlossparks steht Besuchern wieder offen
Angespannt bleibt die Lage auch im Schlosspark. Das wochenlange Ausbleiben ausgiebigen Regens ziehe das Risiko plötzlicher Astbrüche nach sich, so Dienststellenleiterin Regina Junga. Daher werde der bewaldete Teil der historischen Parkanlage aus Sicherheitsgründen weiterhin gesperrt bleiben, „bis so viel Wasser vom Himmel kommt, dass sich die Bäume erholen und wir guten Gewissens öffnen können“.

Der Zugang zum bewaldeten Teil des Brühler Schlossparks bleibt aus Sicherheitsgründen gesperrt.
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Immerhin wurde das sogenannte Barockparterre, also der Bereich unmittelbar vor dem Schloss Augustusburg wieder für das Publikum geöffnet. „Dort müssen wir die Beete ohnehin wässern, und dies tun wir auch bei den dortigen Linden“, erklärt Junga. Während die äußeren Tore des Parks geschlossen bleiben, können Besucher das „Bürgermeistertörchen“ hinter dem Rathaus an der Uhlstraße, das Kuckuckstor sowie die Zugänge von Bahnhof und Mayersweg aus wieder nutzen.
