Mehr als zwei Monate lang erstrahlt der Freizeitpark in Brühl beim „Wintertraum“ in bunten Farben, mit entsprechender Geräuschkulisse.
Belastung für Anwohner und TiereKlimaschützer kritisieren Phantasialand wegen täglichem Feuerwerk

So sah das Feuerwerk in den Vorjahren aus.
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Das „Klimabündnis Brühl“ kritisiert das abendliche Feuerwerk im Phantasialand. Was für Besucherinnen und Besucher eine Attraktion sei, belaste die Nachbarschaft. Neben der Lärmentwicklung breiteten sich dichte Schwaden von Feinstaub aus, die unter anderem Metallsalze und Schwermetalle enthielten und weiträumig in die Umgebung getragen würden, teilt Kirsten im Sande vom Klimabündnis mit.
Zudem erlebten Tierhalterinnen und Tierhalter täglich die ausgeprägten Stressreaktionen ihrer Haustiere. Auch die Wildtiere des angrenzenden Villewalds seien den wiederkehrenden Störungen allabendlich ausgesetzt. Seit dem 15. November und noch bis zum 25. Januar brennt das Phantasialand täglich während der Veranstaltung „Wintertraum“ ein Feuerwerk ab.
Diese Knallerei ist völlig aus der Zeit gefallen
Daher laden die Klimaschützer dazu ein, sich ein Bild von dem Feuerwerk zu machen. Treffpunkt ist am Sonntag, 4. Januar, um 19.30 Uhr in Brühl-Badorf (Ecke Ahornweg / Metzenmacherweg). Von dort aus ließen sich das Feuerwerk sowie seine Emissionen gut beobachten.
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Das Klimabündnis greift damit die Kritik von Anwohnern auf, die sich zu Jahresbeginn an diese Redaktion gewandt hatten. „Diese Knallerei ist völlig aus der Zeit gefallen“, hatte sich ein Badorfer beschwert, der seinen Namen nicht veröffentlicht wissen wollte. Er nannte das Abbrennen des Feuerwerks eine „allabendliche Katastrophe“. Mit dieser Meinung stehe er nicht alleine da, versicherte er.
Brühl: Phantasialand braucht keine Genehmigung der Stadt
Auf Nachfrage im Rathaus hieß es, die Verantwortlichen des Freizeitparks verstießen nicht gegen Auflagen. Die mehrwöchigen abendlichen Feuerwerke seien ordnungsgemäß angezeigt worden. Dies gelte für den Zeitraum von 19.15 bis 20.15 Uhr für jeweils acht Minuten. Ausgenommen seien einige Tage wie Heiligabend und Neujahr. Einer ordnungsbehördlichen Erlaubnis bedürfe es nicht. Das Management des Phantasialands äußerte sich seinerzeit nicht zu den Vorwürfen der Anwohner.
Das Klimabündnis wendet sich auch gegen die Erweiterungspläne des Freizeitparks. Daher lädt es am Vormittag desselben Tages (11 Uhr) zu einem Spaziergang ein, der zum Erweiterungsareal rund um den sogenannten Ententeich führt. Treffpunkt ist der Wanderparkplatz Schnorrenberg.
