Das erst Ende 2023 eröffnete Rathaus am Brühler Steinweg bleibt vorerst aus Sicherheitsgründen eingerüstet.
Sanierungsstart offenMiete für Gerüst am Brühler Rathaus hat schon 140.000 Euro verschlungen

Das Brühler Rathaus bliebt vorerst eingerüstet. Weiterhin ist offen, wann die Sanierung beginnen kann.
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Das Brühler Rathaus am Steinweg wird wohl so schnell nicht ohne Planken und Stahlrohre zu sehen sein. Denn wann die Sanierung beginnen kann und damit keine Gefahr mehr für Passanten besteht, ist auch nach mehreren Gutachten offen.
Aufgrund von Schäden an der Fassade wurde der erst im November 2023 eröffnete Neubau im April vergangenen Jahres aus Sicherheitsgründen eingerüstet. Fachleute wurden zu Rate gezogen, um zu klären, wie die Schäden an der Klinkerfassade behoben werden können und wer die Reparaturen bezahlen muss – ob also die Stadt auf den Kosten sitzen bleibt oder die beauftragten Bauunternehmen diese im Rahmen der Gewährleistung zu tragen haben.
Gutachter, Stadt und Architekten wollen sich abstimmen
Inzwischen liegt ein drittes beauftragtes Gutachten vor. Doch Klarheit herrscht immer noch nicht. „Die unterschiedlichen Betrachtungen in den vorliegenden Gutachten machen weiteren Abstimmungsbedarf erforderlich. Vorgesehen ist eine gemeinsame Abstimmung aller Gutachter mit dem Architekturbüro und der Projektsteuerung mit dem Ziel, ein finales Sanierungskonzept zur Schadensbehebung zu erstellen“, teilt die Verwaltung auf Anfrage dieser Redaktion mit.
Klar ist jedoch, dass die Kosten nicht gering sind. Neben der Instandsetzung muss schließlich auch das Gerüst finanziert werden. Angesichts monatlicher Kosten von 8400 Euro belaufen sich die Gesamtkosten inklusive Aufbau laut Verwaltung bis einschließlich Juni auf rund 140.000 Euro.
Erste Mängel an den verklinkerten Dach- und Fassadenflächen waren bereits im Oktober 2024 im Rahmen regelmäßig ausgeführter Inspektionen erkannt worden. Einige der aufgeklebten Klinkerriemchen, insbesondere im Bereich der Traufe und der Ortgänge – so nennen Fachleute die obere Begrenzung des Giebels – hätten sich gelöst, hieß es damals. Dies gelte für die Nord- und Südfassade des sandsteinfarbenen Baus, der auf mehreren Etagen auch die Stadtbibliothek beherbergt.
Obwohl noch kein Klinkerstein oder Riemchen heruntergefallen war, entschied sich die Stadt, ein Gerüst aufzubauen, um einer Gefährdung von Passanten vorzubeugen und die Schäden näher inspizieren zu können.
