Das mit rund 100 Millionen Euro teuerste Projekt der Stadtgeschichte schreitet voran, bislang bewegen sich die Kosten im erwarteten Rahmen.
Bau geht weiterSchadstoffe, aber keine Blindgänger beim Bau der Feuerwache in Brühl gefunden

Der Bau der neuen Feuerwache an der Brühler Römerstraße kann voranschreiten.
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Die kurze Feiertagspause ist vorüber, auf der Baustelle der künftigen Feuer- und Rettungswache können die Arbeiten abhängig vom Wettergeschehen fortschreiten. Inzwischen ist laut Verwaltung der Aushub der Baugrube abgeschlossen. Somit sei „lediglich noch das Bohrgut für die noch zu bohrenden Gründungspfähle abzufahren“, berichten die Verantwortlichen, denen eine Sorge genommen werden konnte: Die Kampfmittelsondierung ist abgeschlossen, einen Fund gab es nicht.
In diesen Kontext passt die Bewertung des Bodenaushubs. Die Situation sei unverändert. „Wie erwartet ist der Boden schadstoffbelastet. Dies führt auch zu Diskussionen mit den Auftragnehmern über den Entsorgungsweg beziehungsweise die anzusetzenden Preise. Allerdings wurden bisher keine außergewöhnlichen Schadstoffe oder Restmüll festgestellt“, so die Verwaltung.
Brühl: Befürchtungen von Bürgern bewahrheiteten sich nicht
Vor dem Beginn des größten Bauprojekts der Stadtgeschichte hatten einige Bürger von vor Jahrzehnten illegal auf dem Gelände entsorgten Abfällen berichtet. Manche vermuteten gefährliche Schadstoffe. Diese Sorge hat sich nun offenbar zerstreut.
Errichtet werden müssen noch die Gründungspfähle für die Gebäudefront entlang der Römerstraße. Der dortige Gebäudeteil wird nicht unterkellert. Inzwischen hat das mit dem Rohbau beauftragte Unternehmen seine Arbeiten aufgenommen. Die ersten Schritte seien die Baustelleneinrichtung und die Erstellung des Fundamentes für den Kran im südlichen Bereich gewesen, so die Stadt.
Vorsichtiger Optimismus herrscht weiterhin bei der Kostenentwicklung. Inklusive eines Risikopuffers gingen die Verantwortlichen beim Start des Projekts von Ausgaben in Höhe von 103 Millionen Euro aus. Die berechneten Kosten lagen bei 81 Millionen Euro. Beauftragt sind inzwischen Arbeiten für rund 37 Millionen Euro – und bislang sind die Ausgaben im Rahmen geblieben. „Mit den beiden ersten großen Gewerken, Spezialtiefbau und Rohbau sowie den Baunebenkosten wurde schon ein Großteil des Auftragsvolumens vergeben“, so die Verwaltung. Allerdings sei angesichts des frühen Stadiums des Projekts die tatsächliche Kostenentwicklung noch schwer absehbar.
Der aktuelle Terminplan sieht eine Inbetriebnahme der neuen Feuer- und Rettungswache zum Ende des ersten Halbjahres 2028 vor. Inwieweit Verzögerungen beim Tiefbau Auswirkungen auf die Fertigstellung haben werden, ist noch nicht absehbar. Diese resultieren laut Stadt aus der Einschätzung des Auftragnehmers, für den Aushub des Bodens einen längeren Zeitraum zu benötigen und der anhaltenden Diskussion über die Art der Entsorgung des belasteten Bodens.
Der nächste Meilenstein bei dem Mammutprojekt ist die Fertigstellung des Untergeschosses Mitte dieses Jahres. Die Vollendung des Rohbaus ist für Mitte 2027 vorgesehen. Mit der Fertigstellung des Untergeschosses werden die technischen Gewerke mit ihren Arbeiten beginnen.


