Die Brandstelle wurde abgesperrt – der Markt am Sonntag wie geplant fortgesetzt.
Niemand verletztFeuer zerstört Stand mit Lederwaren auf Brühler Döppe- und Buuremaat

Bei Christine Ryszka bestaunten die Besucherinnen und Besucher formschöne gehäkelte Figuren.
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Der traditionsreiche „Döppe un Buuremaat“ mit Kunsthandwerk, regionalen Produkten und kulinarischen Ständen ist ein fester Termin im Kalender der Schlossstadt. Während am Samstag mehrere Tausend Besuchern den Markt in der Innenstadt besuchten, kam es in der Nacht zum Sonntag vor dem gelben Rathausgebäude zu einem Feuer. Ein Stand mit Lederwaren brannte vollkommen nieder.
Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte das Feuer einen Stand bereits voll erfasst und den in der Nähe stehenden Baum in Mitleidenschaft gezogen, informierte die Feuerwehr Brühl, die unter der Leitung von Stadtbrandinspektor Detlev Junker mit 15 haupt- und ehrenamtlichen Kräften im Einsatz war. Mit Atemschutzmasken und einem C-Rohr brachten die Kräfte das Feuer in einer Stunde unter Kontrolle und verhinderten ein Übergreifen auf umliegende Stände. Zur Ursache konnten noch keine Angaben gemacht werden.

Die Feuerwehr löschte den brennenden Marktstand und konnte ein Ausbreiten der Flammen verhindern.
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„Wir sind sehr traurig, dass das passiert ist“, erklärte Frank Pohl, der Vorsitzende der Werbe- und Parkgemeinschaft Brühl (Wepag), die den Markt 1975 ins Leben rief. „Dort lagerte nichts, was eine Gefährdung hätte sein können“, erklärte er.
„Wir sind auch noch ganz geschockt“, ergänzte Niklas Tautz, der zusammen mit Daniel Eberhard in der Nachfolge vom Rolf Kaus die Organisation des Marktes übernommen hatte. Die beiden hatten einige neue Aussteller, besonders Anbieter von Kunsthandwerk, hinzu gewinnen können. „Wir waren seit 2 Uhr morgen vor Ort, um zu helfen“, berichtete er. Die Brandstelle wurde mit einem Bauzaun abgesichert, so dass der Markt am Sonntag weitergehen konnte.
Markt ist gelebte Stadtgeschichte
Am Samstag hatte er für eine schöne Stimmung in der Fußgängerzone gesorgt. „Ich komme immer wieder gern hier her“, so Steffen Schmitz, der erst einmal an allen Ständen vorbeispazieren wollte, um zu sehen, was ihn interessiert. Für ihn ist er Markt „ein Stück gelebte Stadtgeschichte.“ Immer wieder zeigen Aussteller ihre Handwerkskunst vor Ort, wie die Korbmachermeisterin Margret Schiffer aus Sonsbeck, die handgefertigte Weidenkörbe anbot.
Stuhlgeflechte seien wesentlich leichter anzufertigen als Korbwaren aus Weiden, erklärte sie und lud zu einem Workshop ein. Sie kennt den Brühler Markt seit Jahren und wünschte sich, dass wieder mehr altes Handwerk zu sehen sei. Einige Meter weiter präsentierte Majid Agha aus Bergheim antike Möbel, die er selbst aufarbeitet. „Ich hauche ihnen ein zweites Leben ein“, sagte er stolz. „Darüber komme ich mit den Menschen ins Gespräch. Das macht Spaß.“
Schöne gehäkelte und genähte Figuren sowie selbst gefertigte Kinderkleidung bot Christine Ryszka aus Düsseldorf an. „Das Häckeln habe ich von meiner Oma gelernt und liebe es bis heute“, so die Händlerin. Unterdessen bestaunten Interessierte am Energetix-Stand von Claudia und Torsten Schieffer aus Sankt Augustin Magnetschmuck, der das Wohlbefinden steigere, erklärte das Händlerpaar.
„Der Markt ist mit viel Liebe gemacht und die Leute sind sehr nett“, fand Claudia Schieffer. „Es freut mich, hier zu stöbern“, sagte Waldtraud Kern, die gerade ein Prehnit-Armband anprobierte. „Ich liebe den Sukkulenten-Stand“, betonte Sandra Meinig. „Die Pflanzen bieten so tolle Farben und Formen“. Das hörte der promovierte Botaniker Sebastian Wittek aus Krefeld gern. Seit seiner Kindheit faszinieren ihn diese exotischen Pflanzen mit den fleischigen Blättern. In seinen Gewächshäusern züchtet und baut er hat 2500 verschiedene Sorten an.
