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Die „Waldtänzerin“Turm in Elsdorf soll einen Panoramablick über die Sophienhöhe bieten

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Das Bild zeigt den Turm inmitten der bewaldeten Sophienhöhe.

Die Waldtänzerin als Konstruktion aus Holzlamellen ist der Siegerentwurf für einen neuen Turm als Wahrzeichen auf der Sophienhöhe.

Am exponierten Ort entsteht ein gedrehter Turm aus Holzlamellen. Das Sieger-Architektenbüro hat sich gegen 14 andere Entwürfe durchgesetzt.

Der Siegerentwurf des Wettbewerbs für einen Aussichtsturm auf der Sophienhöhe wird auch realisiert. Damit entsteht an dem exponierten Ort ein um seine vertikale Achse gedrehter Turm aus Holzlamellen. Wie bereits berichtet, hatte sich der Entwurf des Büros OKF Architekten gegen 14 weitere Planungen durchgesetzt. Das Preisgericht unter Vorsitz von Prof. Thomas Meurer (Frankfurt am Main) hatte im Dezember vergangenen Jahres drei Entwürfe in die engere Auswahl genommen.

Nach weiteren Verhandlungen über die Umsetzungsmöglichkeiten mit den drei Erstplatzierten enthielt die „Waldtänzerin“ als Entwurf der Osnabrücker OKF-Architekten jetzt den Zuschlag.

Elsdorf: Turm soll sich in die Landschaft einfügen

Der rund 40 Meter hohe Turm soll auf dem rund 200 Meter hohen Steinstraßer Wall, dem höchsten Punkt der Sophienhöhe, als neues Wahrzeichen errichtet werden. Er setzt laut der interkommunalen Entwicklungsgesellschaft Neuland Hambach als markanter Orientierungspunkt auf eine „eigenständige, dynamische Formensprache mit offenen und geschlossenen Elementen“. Charakteristisch seien „versetzte und leicht gedrehte Holzlamellen, die dem Turm eine bewegte, fast tänzerische Erscheinung verleihen“.

Gleichzeitig füge sich der Baukörper in die Topografie der rekultivierten Landschaft ein und ermögliche einen Panoramablick über die rekultivierte Landschaft sowie die künftigen Tagebauseen, wie Neuland-Projektleiterin Marie Schuler ausführt.

Es laufen Untersuchungen zum Artenschutz

Die Konstruktion des Turms basiert auf einer tragenden, in großen Teilen vorgefertigten Holzstruktur, was eine wirtschaftliche Umsetzung sowie eine lange Nutzungsdauer gewährleisten soll. Zugleich soll das Holz als nachhaltiges Baumaterial für den Anspruch, ökologische Verantwortung und zeitgemäßes Bauen miteinander zu verbinden, stehen. Auf dem Weg nach oben sollen Ausblicke, Durchblicke und geschützte Bereiche einander abwechseln. Zwischengeschosse laden zum Verweilen ein und informieren mit Tafeln über den Strukturwandel im Rheinischen Revier.

Aktuell laufen Artenschutzuntersuchungen. In den kommenden Monaten wird der Entwurf weiter ausgearbeitet. Für die vorinvestiven Planungen stehen rund 660.000 Euro an Fördermitteln bereit. Die nächste Förderphase soll bis Mitte des Jahres beantragt werden. Die Umsetzung der Waldtänzerin ist, vorbehaltlich der Bewilligung, bis 2029 vorgesehen.

Der bestehende Römerturm kann laut Neuland Hambach aufgrund technischer und sicherheitsrelevanter Einschränkungen nicht dauerhaft erhalten werden.