Der erste Abschnitt des Schulzentrums Lechenich sollte in den Sommerferien fertig werden. Unvorhersehbare Probleme verzögern die Arbeiten.
Mit BildergalerieDarum verzögert sich die Fertigstellung dreier Gebäude im Schulzentrum Lechenich

Als einer der nächsten Schritte soll die Außenfassade fertiggestellt werden.
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Die Sanierungsarbeiten im Schulzentrum Lechenich an der Dr.-Josef-Fieger-Straße schreiten weiter voran. Der Eigenbetrieb Immobilienwirtschaft der Stadt Erftstadt hatte zum Tag der offenen Baustelle eingeladen. Harald Alfers, Diplom-Ingenieur bei „Mo Architekten Ingenieure“ und Bauleitung, führte durch drei Gebäude des Schulzentrums, in denen derzeit gearbeitet wird.
Schülerinnen und Schüler, Eltern, Lehrkräfte, Ehemalige, Anwohnende sowie Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik waren gekommen, um sich ein Bild vom aktuellen Stand der Arbeiten zu machen.
Los ging es im C-Trakt. Im dortigen Konferenzraum sind zum Beispiel Boden und Decke bereits fertig, wie Alfers mitteilte. Die Räume der Realschule sowie des Gymnasiums lassen sich künftig an der Farbe der Decke unterscheiden: Die der Realschule sind blau, die des Gymnasiums grün.
Sanierung Schulzentrum Lechenich: Ausreichend Toiletten
Auch das Treppenhaus hat sich verändert. Die Ehemaligen konnten sich noch an die Glasbausteine erinnern. Die sind nun Geschichte und wurden durch große Fenster ersetzt. Der Boden wurde gereinigt und erstrahlt in neuem Glanz. An anderen Stellen wurde grauer Fliesenboden verlegt.
Auch im neu gebauten B1-Gebäude sind die Arbeiten weit fortgeschritten. Künftig sollen Lichtkuppeln im Verwaltungstrakt, in dem sich etwa das Sekretariat befindet, für ausreichend Tageslicht sorgen. Eine Besonderheit sind im Erd- und Untergeschoss die Wände: Wie Bauleiter Alfers erläutert, handelt es sich dabei um Sichtbeton mit Holzverschalung. So entstehe die Holzoptik. Bleibt nur noch die Farbe der Zimmerdecken im Verwaltungstrakt zu klären: Sie ist lediglich weiß.
Ein Thema, das vielen Besuchern unter den Nägeln brannte, war die Zahl der Toiletten. „Wir werden definitiv genug Toiletten haben, wenn alles fertig ist“, betonte Dana Wyrwoll, Abteilungsleiterin Technisches Gebäudemanagement beim Eigenbetrieb Immobilienwirtschaft der Stadt Erftstadt.
Neben WCs für Schülerinnen und für Schüler gibt es zudem „WCs für alle“: barrierefreie Toiletten, die sowohl beispielsweise Schülerinnen und Schüler im Rollstuhl nutzen können als auch solche, die sich geschlechtlich nicht eindeutig als Mann oder Frau identifizieren.
Erftstadt: Vier Wasserschäden seit Beginn der Sanierung
Immer wieder fielen auf der Führung durch die Gebäude fehlende Bodenfliesen auf. Der Grund dafür lautet: Wasserschaden. Dabei suchte sich das Wasser über drei Etagen hinweg seinen Weg nach unten.
Während der Sanierung wurden die Arbeiten mehrfach zurückgeworfen. Insgesamt gab es vier Wasserschäden über die gesamte Bauzeit, wie Wyrwoll berichtete. Allein im Untergeschoss lag bereits zwei Mal der Boden drin. Und zweimal musste das Linoleum wieder herausgerissen werden.
Dennoch ist der erste Bauabschnitt fast abgeschlossen. Der erste Trakt ist bereits übergeben, der N-Trakt (Altbau) links neben der alten Bücherei. Der Plan war eigentlich, dass die Schulen auch in die Trakte B1 (Neubau), B und C (beides Altbau) bald einziehen können. Diese befinden sich rechts von der alten Bücherei an der Dr.-Josef-Fieger-Straße. Nun ist auch noch der Fensterbauer insolvent. Dana Wyrwoll bedauert das, „weil wir sonst in den Sommerferien fertig geworden wären“.
Als Nächstes sollen die Außenfassaden fertiggestellt werden sowie die restlichen Dacharbeiten, wie Wyrwoll erläuterte. Wann der erste Bauabschnitt fertig sein wird, bleibt offen. Zur Fertigstellung könne sie keine Aussage machen, sagte sie. Die Frage sei, ob man die Fensterarbeiten neu ausschreiben müsse.
