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Packard-Limousine von 1933Paradies für Oldtimerfans beim Treffen in Erftstadt

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Menschen stehen um einen roten Adler Trumpf Junior Roadster von 1935 herum.

Das zweitälteste Fahrzeug hatten Ulrike und Jörg Zborowska mitgebracht, einen Adler Trumpf Junior Roadster von 1935.

Der Oldtimerclub Rhein-Erft hatte zum Treffen auf dem historischen Marktplatz eingeladen – Fahrzeuge aus den 1930er-Jahren ausgestellt.

So ein Oldtimer darf ruhig Patina haben, vorausgesetzt, die Technik sei in Ordnung, findet der Vorsitzende des Oldtimerclubs Rhein-Erft (OCRE), Markus Dünkelmann. Dann brauche man sich nicht schon auf der Fahrt nach Köln Gedanken über den nächsten Schaden machen und andere würden es als „rollendes Kulturgut“ auf der Straße wiederfinden.

Ein Mann schaut in die Motorhaube eines Oldtimers.

Der BMW 326 aus dem Jahr 1936 von Johann Schumacher zeigte sich wie aus dem Ei gepellt.

So wie beispielsweise der weiße Porsche 356 Speedster, der im Lack Spuren eines bewegten Automobillebens aufweise. Die Oldtimerfreunde seien dazu geteilter Meinung, manche würden ihr Auto wiederherstellen, als wäre es gerade von Band gelaufen, andere würden Gefallen an der Patina finden.

Oldtimertreffen in Erftstadt: Fahrzeuge aus den 1930er-Jahren

Ob mit oder ohne Patina, Freunde alter Autos bestaunten beim Treffen des OCRE am historischen Rathaus in Lechenich Fahrzeuge aus den 1930er-Jahren, wie die Packard-Limousine von Meinrad Feldhoff aus dem Jahr 1933 oder den BMW 326 von Johann Schumacher aus dem Jahr 1936 bis hin zu Modellen aus den 1990er-Jahren, die heute noch als zeitgemäß gelten können. Wenn einen die Leidenschaft einmal gepackt habe, bleibe es oft nicht bei einem Wagen, bekannte Markus Dünkelmann.

Spirit of Ecstasy oder einfach Emily heißt die Kühlerfigur des Rolls Royce, auch sie war in Lechenich zu sehen.

Er sei immer schon „autoaffin“ gewesen und habe in jungen Jahren schon alte Autos gekauft. Nach Gründung einer eigenen Firma für Bodenbeläge habe er endlich Geld für einen Oldtimer gehabt, heute seien es insgesamt acht, Porsche, BMW und Mercedes, sagt der 62-Jährige.

Ein Mann steht in der geöffneten Tür seiens dunkelroten Mercedes 250 SC von 1967.

Formschön und zuverlässig muss für Dirk Röttgen auch ein Oldtimer sein, so wie sein Mercedes 250 SC „Pagode“ von 1967. Er hat den Wagen in den Kindertagen des Internets bei Kleinanzeigen gefunden.

Als formschön und zuverlässig schätzt auch der zweite Vorsitzende Dirk Röttgen seinen dunkelroten Mercedes 250 SC von 1967. In den Kindertagen des Internets hatte er das Auto, das wegen seines abnehmbaren Hardtops auch Pagode genannt wird, als „falsch inseriert“ bei Kleinanzeigen gesehen und gekauft, aus zweiter Hand, nach einem Unfall aufwendig wieder aufgebaut von Mercedes selbst, ein Glücksfall.

Kulturgeschichte spiegelte auch das schwarze Golf Cabrio von Lars Grieger wider. Und zwar genau jene Tuningambitionen, die in den 1980er- und 1990er-Jahren gepflegt worden seien, erzählt der 59-jährige Besitzer. Gekauft habe er das Auto als 21-Jähriger neu bei einem Hürther Händler. Wenn was dran sei, lege er selbst Hand an, sagt der Betriebsschlosser. Nach einem Totalschaden 2003 habe er das Auto wieder aufgebaut, freilich brauche er für den Oldtimer auch die einschlägige Telefonnummer eines Spezialisten.

Auf Zuverlässigkeit legen auch Ulrike und Jörg Zborowska Wert. Was das angehe, mache der Adler Trumpf Junior Roadster von 1935 keine Mucken, ansonsten repariere er selbst, sagte der Schienenbauingenieur. Immerhin habe der Frankfurter Hersteller schon damals Wert auf gutes Funktionieren seiner Autos gelegt und den Wagen auf Zuverlässigkeitsfahrten geschickt. 1935 habe der Junior sogar die berühmte Marokko-Fahrt, Berlin-Casablanca mit Paul Schweder und seiner ungenannt gebliebenen Frau als Copilotin gewonnen. Sie selbst seien schon im sportlichen Zeitsitzer nach Südfrankreich in Urlaub gefahren. Das Auto fahre übrigens am liebsten seine Frau Ulrike.