Der Verkehrsausschuss hat auch mehrheitlich beschlossen, die Rosmarstraße als Bestandteil der äußeren Erschließung in die Planung einzubeziehen.
Grube CarlCDU in Frechen fordert die Prüfung alternativer Verkehrswege für das Neubaugebiet

Die geplante Entwicklung des Neubaugebiets Grube Carl in dem gekennzeichneten Bereich beschäftigt weiterhin die Ausschüsse in Frechen.
Copyright: Stadt Frechen.
Für eine „verträgliche Verkehrsführung“ rund um das geplante Neubaubgebiet Grube Carl will sich die CDU-Fraktion Frechen einsetzen: Für die Sitzungen des Verkehrs-, Umwelt- und Klimaausschusses sowie des Ausschusses für Stadtentwicklung hat sie die Prüfung alternativer Verkehrsführungen sowohl für den Baustellenverkehr als auch für die spätere dauerhafte Anbindung des neuen Wohngebietes beantragt.
Der Antrag wurde in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses mehrheitlich beschlossen, Grüne und FDP stimmten dagegen, die Linke enthielt sich. Der Beschluss sieht unter anderem vor, dass während der Bauphase geprüft werden soll, ob eine dauerhafte alternative verkehrliche Anbindung für das geplante Neubaugebiet Grube Carl geschaffen werden kann.
Frechen: Neues Quartier mit bis zu 1300 neuen Wohnungen soll entstehen
Darüber hinaus soll die Verwaltung die Ergebnisse der Prüfungen – einschließlich Kosten, Umsetzbarkeit und rechtlicher Rahmenbedingungen – den zuständigen Ausschüssen zur weiteren Beratung vorlegen.
Auf einer Gesamtfläche von rund 17 Hektar soll im Westen des Frechener Stadtgebiets, im Stadtteil Grube Carl, ein neues Quartier mit bis zu 1300 Wohnungen, einer Grundschule, einer Kita und seniorengerechtem Wohnen entstehen. Eine Bürgerinitiative wehrt sich gegen die Pläne.
Hintergrund ihres Antrags seien die Sorgen vieler Anwohnerinnen und Anwohner, insbesondere im Bereich der Rosmarstraße, dass die geplante Erschließung während der Bauphase zu einer erheblichen zusätzlichen Verkehrsbelastung führen könnte, so die CDU. Sie wolle daher mögliche Alternativen untersuchen lassen. Ziel sei es, Verkehrsströme sinnvoll zu lenken, bestehende Hauptverkehrsachsen zu entlasten und spätere Konflikte möglichst zu vermeiden.
Wir brauchen neuen Wohnraum in Frechen. Ebenso wichtig ist aber, dass Wachstum und Lebensqualität zusammen gedacht werden
Daher sollten auch weitere langfristige Erschließungsoptionen – beispielsweise über den Rosmarweg in Richtung Habbelrath nach einer Erneuerung der Brücke über der Nord-Süd-Bahn – in die Betrachtung einbezogen werden. Ziel bleibe eine leistungsfähige Verkehrsanbindung, die sowohl dem neuen Wohngebiet als auch den berechtigten Interessen der bestehenden Anwohnerschaft gerecht wird.
„Wir brauchen neuen Wohnraum in Frechen. Ebenso wichtig ist aber, dass Wachstum und Lebensqualität zusammen gedacht werden. Eine gute Verkehrsplanung ist dafür eine wesentliche Voraussetzung“, ergänzte Karla Palussek (CDU), Vorsitzende des Ausschusses für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Bauen.
Der Ausschuss hat auch mehrheitlich beschlossen, die Rosmarstraße als Bestandteil der äußeren Erschließung in die Planung einzubeziehen.
