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Falsches ParkenSo gefährden Autofahrer die Arbeit der Feuerwehr in Frechen

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Auf dem Bild ist ein Feuerwehrfahrzeug zu sehen, dass aufgrund eines falsch geparkten Autos nicht weiter fahren kann.

Die Feuerwehr Frechen hat zusammen mit dem Ordnungsamt der Stadt Frechen eine Engstellenbefahrung im Stadtgebiet durchgeführt. 

Bei einer Testfahrt mit den Rettungskräften sprach das Ordnungsamt 19 Verwarnungen aus – Falschparker behinderten die Einsatzfahrzeuge.

Oft geht es bei Einsätzen der Feuerwehr um Sekunden, wenn Menschenleben in Gefahr sind. In Notfällen ist es daher für die Wehrleute wichtig, sicher und zügig zu den Einsatzorten gelangen zu können – dies ist aber oft nicht möglich: Falsch parkende Autos behindern die Großfahrzeuge der Feuerwehr. Die Folge: Zu enge Straßen, fehlende Durchfahrtsmöglichkeiten oder zugeparkte Bereiche, die ein Durchkommen der Retter behindern.

Frechen: 19 Verwarnungen des Ordnungsamts wegen falsch geparkter Autos

Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, hat die Feuerwehr Frechen mit dem Ordnungsamt der Stadt eine „Engstellenbefahrung“ im Stadtgebiet durchgeführt. Ziel war es, aufzuzeigen, wie und wo es für die Fahrzeuge zu eng wird. Bei der Fahrt sprach das Ordnungsamt 19 Verwarnungen wegen falsch geparkter Fahrzeuge aus, die im Einsatzfall die Wehr behindert hätten.

Die Leute im ersten Stock wären um ein Haar aus dem Fenster gesprungen
Andreas Kirchharz, Feuerwehr Frechen zu Problemen bei Einsatzfahrten

Dies ist in Frechen leider immer wieder einmal der Fall:  So erinnerte sich bei einer früheren Testfahrt der ehrenamtliche Feuerwehrmann und Sprecher der Feuerwehr Andreas Kirchharz an einen Einsatz, wo die Wehr zu einem Feuer mit Menschenleben in Gefahr zur Mauritiusstraße gerufen wurde. „Da haben wir es kurz vor knapp doch noch geschafft, die Menschen mit der Steckleiter aus dem ersten Stock aus ihrer Wohnung zu retten“, sagt Kirchharz.

Die Hubrettungsbühne habe in einer zugeparkten Straße festgesteckt, während die Hitze im ersten Stock des Hauses durch den Wohnungsbrand im Erdgeschoss für die Bewohner immer unerträglicher wurde. „Die Leute im ersten Stock wären um ein Haar aus dem Fenster gesprungen.“

Bei einem weiteren Einsatz sei die Hembergstraße derartig zugeparkt gewesen, dass ein alarmierter Rettungswagen nicht zu den Betroffenen durchkam. „Die Rettungskräfte hatten noch etwa 30 bis 50 Meter Fahrt bis zur Haustür des Hilfesuchenden“, berichtet er. Sie hätten dann die Trage aus dem Fahrzeug geholt, ihre Rettungsutensilien auf den Rücken gepackt und seien zu den Menschen in Not gelaufen.

Mit der jetztigen Aktion wollen die Verantwortlichen erneut für mehr Sensibilität und Rücksicht im Straßenverkehr werben, damit die Einsatzkräfte im Notfall schnell helfen können. Bürgermeister Uwe Tietz sowie die Erste Beigeordnete und Kämmerin Gudrun van Cleef begleiteten die Testfahrt. Tietz appelliert an die Bürgerinnen und Bürger: „Bitte achten Sie beim Parken stets darauf, ausreichend Platz für Rettungsfahrzeuge freizuhalten!“