Bei der Eröffnung des dreitägigen Spektakels sei es gefühlt noch nie so voll gewesen, sagt Sebastian Militar vom Orga-Team.
22 BandsTrafo-Festival lockt wieder Rockfans nach Frechen

Für Simone, Yannick, Matthias und Betty (v.l.n.r) ist das Trafo jetzt Tradition. Zum dritten Mal zog es die Kölner Rockfreunde nach Frechen.
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Regen bringt Segen? So aber nicht beim Aufbau des traditionellen Trafostation-61-Festival, kurz Trafo. „Nomen ist nicht immer Omen“, lacht Sebastian Militar vom Orga-Team. „Man sollte meinen, dass Strom an einer ehemaligen Trafostation das kleinste Problem ist, aber es hat einen Kurzen in der Anlage gegeben und einen Generator über den Jordan geschickt“, so Militar.
Frechen: Festival findet zum 14. Mal auf dem Gelände der alten Trafostation statt
Aber kein Problem, welches durch das 130-köpfige Helferteam nicht zu lösen wäre. Und so konnte schon kurze Zeit später der Startschuss für die 22 Bands aus den überwiegenden Genres Rock, Stoner und Core fallen. Die weiteste Anreise hatte „The Tazers“, eine der bekanntesten Psych-Rock-Bands aus Südafrika, die ihre Tour durch Deutschland in Frechen gestartet hat.
Bei der Eröffnung des dreitägigen Spektakels sei es gefühlt noch nie so voll gewesen, so Militar. Das mag auch an der Fan-Base von „Calibre Infinite“ gelegen haben, die quasi aus der Nachbarschaft in Brühl angereist waren, um den Opener zu geben.

Kim Moll, Sängerin der Metalcore-Band DARKK aus Aachen.
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Aus der ursprünglich privaten Initiative Frechener Musiker und Freunde ist das Trafo entstanden, das in diesem Jahr bereits zum 14. Mal seine Zelte auf dem Gelände der ehemaligen Trafostation aufgebaut hat. Es hat sich zu einem beachtlichen Rock- und Metalevent entwickelt, das Fans aus ganz Deutschland anzieht und internationale Bands auf die Bühne bringt. In diesem Jahr erstmals mit der Möglichkeit zu campen. Rund 300 Gäste hatten ihre Zelte aufgeschlagen. „Das Konzept ist aufgegangen, wir sind mit dem Platz hingekommen“, so Militar, aber es gebe nach den ersten Erfahrungen auch Verbesserungspotential.
Was Sebastian Militar, der zusammen mit Sarah Henneböhl und Lars-Peter Key für das Booking der Bands zuständig ist, jedoch wundert ist, dass es trotz Werbeplakaten, Mundpropaganda, Infos auf Facebook und Instagram gerade im nahen Umfeld immer noch nicht angekommen ist. „Ich habe heute morgen einen Jogger getroffen, der von der Musik, die er von Weitem vernommen hatte, angezogen wurde. Er war sehr erstaunt und hatte noch nie vom Trafo gehört“, so Militar.
Ganz anders als Simone, Yannick, Betty und Matthias aus Köln, die bereits zum dritten mal in Folge nach Frechen gekommen sind. „Wie sind vor allem für Eternal Nights hier“, waren sich Simone und Yannick, als Fans der Essener Heavy-Metal-Band einig. Betty hingegen liebt das Musikevent wegen der sensationellen Stimmung und weil alles so familiär und friedlich abläuft. Sie habe keine feste Band, wegen der sie herkomme „Einige kenne ich, aber ich bin offen für alles und freue mich über neue Bands, die mich begeistern“, so die Kölner Rockfreundin.
Das Motto „von Freunden für Freunde“ wurde auch in diesem Jahr wieder voll erfüllt, das Orgateam und das Booking-Team haben wieder ganze Arbeit geleistert und Sebastian Militar wiederholt seinen legendären und treffenden Satz „Fremde sind im Grunde nur Freunde die man noch nicht getroffen hat“.
