Schulprojekt „Ackerdemie“:Die Hauptschule Kendenich baut selbst Früchte und Gemüse an

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Stolz präsentieren die Schüler der Hauptschule Kendenich die erste Ernte. Aus den Salatköpfen zauberte die Catering AG gesunde Köstlichkeiten.

Hürth-Kendenich – Über viele Jahre war der alte Schulgarten im Innenhof der Hauptschule an der Steinackerstraße verwildert. Doch inzwischen wurde die Fläche aus dem Dornröschenschlaf geweckt: Gemeinsam mit Experten der „Gemüse-Ackerdemie“ und mit Unterstützung der Katholischen Jugendagentur Köln (KJA) haben die Schüler dort einen Acker angelegt, auf dem sie ihr eigenes Gemüse ziehen. Jetzt stand die erste Ernte an.

Die Schüler der Schulgarten AG sind auch dafür verantwortlich, dass die Pflanzen gepflegt und bewässert werden.

Der Startschuss für das Projekt fiel in den Herbstferien 2018, berichtet Judith Kissenkötter, Konrektorin der Gemeinschaftshauptschule Kendenich. 14 Fünftklässler und einige Achtklässler der reaktivierten Schulgarten-AG befreiten zunächst den zugewachsenen Garten vom wuchernden Gestrüpp und legten dann unter Anleitung einer Garten- und Landschaftsbauerin einen Acker an. Dort wachsen seitdem verschiedene Gemüsesorten, von Bohnen über Kartoffeln bis hin zu Artischocken, außerdem verschiedene Beerenarten. In Hochbeeten sprießen unterschiedliche Kräuter. Gerätschaften und Material haben der Förderverein der Schule und die KJA gestiftet.

Catering-AG sorgt künftig für gesunde Verpflegung

„Der Acker ist so angelegt, dass über das ganze Jahr saisonales Gemüse geerntet werden kann“, so die Konrektorin. Bei der ersten Ernte sammelten die Schüler Salatköpfe und reife Beeren ein. Und dann kommt die neu gegründete Catering AG der Schule ins Spiel. Die knapp 20 Schüler aus den Klassen acht und neun verarbeiteten das Gemüse und die Früchte zu leckeren und gesunden Speisen.

Die Catering-AG soll künftig bei Schul- und anderen Veranstaltungen in der Aula Kendenich für eine gesunde Verpflegung sorgen. „Die Schüler lernen dabei auch, wie man wirtschaftet“, so Kissenkötter.

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Schulleiterin Rita Röbel bewertet das Projekt als „wunderbare Ergänzung zum theoretischen Schulalltag“. Georg Spitzley, Geschäftsführer der KJA Köln, sieht darin auch einen Beitrag zum Umweltschutz. „Auf diesem kleinen Acker zeigt sich Umweltbewusstsein in einer wirklich guten Weise“, so Spitzley. „Junge Menschen lernen mit dem Buddeln, Einpflanzen und Ernten unsere Natur kennen und schätzen. Einen besseren Beitrag zum Klimaschutz und zum Erhalt der Schöpfung im kleinen Stil kann es doch gar nicht geben.“ Auch die Vorsitzende des Schulausschusses, Margit Reisewitz, ist begeistert.

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