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Unikate und OriginellesDas gefällt Besuchern und Verkäufern am Trödelmarkt am Hürth-Park

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Zu sehen ist Gabriele Cybik, die einen gläsernen Pokal mit einem Tuch reinigt.

Gabriele Cybik hat sich auf edle Glas- und Porzellan-Artikel spezialisiert.

Wie immer am letzten Sonntag eines Monat kamen am 22. Februar Schnäppchenjäger ins Parkhaus des Einkaufszentrums – und wurden vielfach fündig.

„Klasse, die kaufe ich“, rief Sabine Düster entzückt. Die schicke weiße Jacke sah tatsächlich aus wie neu – und sie gefiel und passte der jungen Frau aus Alt-Hürth auf Anhieb. „Sie ist für 20 Euro auch ein richtiges Schnäppchen“, verriet sie. Auf tolle Schnäppchen hofften am Sonntag viele Besucher des Trödelmarkts in Hürth, der immer am letzten Sonntag im Monat im Parkhaus am Einkaufszentrum Hürth-Park stattfindet.

Lange bevor der Trödelmarkt um 11 Uhr offiziell als eröffnet galt, tummelten sich die erfahrenen Schnäppchenjäger schon an den Verkaufsständen. „Hier gilt: Der frühe Vogel fängt den Wurm“, brachte es ein erfahrener Besucher auf den Punkt.

Originelle Ware stammt von Bekannten aus Italien

Die schicke weiße Jacke die sich Sabine Düster ergattert hatte, war sogar ein Unikat. „Die meiste Ware bekomme ich von meinen Freunden aus Italien“, sagte die Verkäuferin Karla Widak. Der Verkauf sei für sie allerdings nur ein Hobby – ein Nebenerwerb. Davon leben, nein, das wäre undenkbar.

Auch für Luisa (12) und Carla (8) aus Köln-Meschenich ist der Verkauf auf dem Flohmarkt ein Hobby. Zusammen mit ihrer Mutter waren sie zum dritten Mal da. „Das macht schon auch großen Spaß“, bestätigte ihre Mutter Stefanie Schorn. Und dann erzählte sie den Hintergrund ihrer Verkaufstätigkeiten, für die ihre Töchter im Vorfeld sogar ihr Kinderzimmer ausgemistet hatten: „Wir sparen für einen Besuch im Disneyland in Paris“, erklärte sie. Da werde jeder Cent gebraucht. Die Reise sei für die Herbstferien geplant.

Einige Schritte weiter hatten sich einige interessierte Kunden am Stand von Gabriele Cybik versammelt. Bis zur Corona-Pandemie war sie als Floristin tätig. „Während der Pandemie habe ich mich dann mit meinem Verkaufsstand selbstständig gemacht“, verriet sie. Seitdem kaufe und verkaufe sie und halte die Augen etwa bei Haushaltsauflösungen, aber auch bei Privatverkäufen offen, wenn hochwertiges Geschirr aus Porzellan und Gläser aus Bleikristall verkauft werden.

Zurück in die Floristik, in geschlossene Geschäftsräume, nein, das wolle sie nicht. „Ich liebe den Kontakt hier mit den Menschen und mir gefällt die Atmosphäre und die immer frische Luft auf den Flohmärkten“, erklärte sie.

Zu sehen ist eine Frau, die einen Korb in den Händen hält.

Getrocknete Kräuter hatte Marija mitgebracht. Die sammelt sie in ihrem Garten und in Kroatien.

Andere beschrieben dieses Flair als eine Mischung von Nostalgie, Abenteuerlust und sozialem Miteinander. Ein Bummel über den Flohmarkt sei für sie nicht nur der Besuch einer Verkaufsveranstaltung, sondern immer auch ein Erlebnis, dass viele Sinne anspricht.

„Und Trödelmärkte locken immer auch eine ganz besondere Klientel von Menschen an“, findet Andreas Mertz. Er hatte unter anderem Schallplatten – Rock und Pop der 1960er, 70er und 80er im Angebot. „Da gibt es viele Sammler“, weiß er aus Erfahrung. Seit mehr als 40 Jahren sei er alle zwei bis drei Monate mit seinem Trödel auf Flohmärkten. Viele Artikel bekomme er geschenkt, einige kaufe er auch dazu. „Man muss dieses Hobby lieben“, sagte er. Dazu gehören für ihn vor allen Dingen auch die Gespräche mit den Kunden und das Feilschen und Handeln um den Preis.