Vor dem Ernst-Mach-Gymnasium an der Bonnstraße haben Radfahrer Vorrang. Doch viele Autofahrer halten sich nicht an die Regeln.
Vorrang für FahrräderWarum es vor einem Hürther Gymnasium Denkzettel für Elterntaxis gibt

Vor dem Ernst-Mach-Gymnasium wurden Autofahrerinnen und -fahrer mit einer Denkzettelaktion für die Fahrradstraße sensibilisiert.
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Vor dem Ernst-Mach-Gymnasium haben Radfahrer Vorfahrt. Im Spätsommer hat die Stadt einen Teil der Bonnstraße als Fahrradstraße ausgewiesen und mit entsprechenden Verkehrsschildern und Fahrbahnmarkierungen gekennzeichnet. Doch viele Autofahrer halten sich nicht an die Regeln. Dafür gab es jetzt zwar keine Strafzettel – aber zumindest Denkzettel.
Verteilt wurden sie von der städtischen Mobilitätsmanagerin Romy Simke, mit Unterstützung vom Ordnungsamt, von Verkehrspolizisten, Schülerinnen und Schülern sowie von einem Lehrer. Angesprochen wurden Eltern, die ihr Auto auf der Fahrbahn der Bonnstraße und des Hohlwegs anhielten, um ihre Kinder an der Schule abzusetzen. Mit den Denkzetteln sollten die Autofahrer an das absolute Halteverbot erinnert werden, das auf der Fahrradstraße gilt.
Hürth: Appell gegen Elterntaxis
Im Nachgang zu der Aktion wurden außerdem in den unteren Klassenstufen des Gymnasiums noch Flyer verteilt, auf denen die Verkehrsregeln in einer Fahrradstraße erklärt werden. Die Mobilitätsmanagerin richtet darüber hinaus einen Appell an die Autofahrer: „Grundsätzlich sollten Eltern stets vermeiden, ihre Kinder per Elterntaxi zur Schule zu fahren, da dies zu gefährlichen Situationen vor der Schule führen kann“, so Romy Simke.
Kinder seien sonst gezwungen, sich um die auf der Straße stehenden Fahrzeuge herumzuschlängeln, so dass die Lage für alle Verkehrsteilnehmer schnell unübersichtlich werde. Eltern, die ihre Kinder trotzdem mit dem Auto zur Schule fahren, verweist die Mobilitätsmanagerin auf die verfügbaren Parkmöglichkeiten, auch wenn diese in einem Abstand zu Schule lägen.

