Einem 21-Jährigen wird unter anderem zweifache fahrlässige Tötung sowie zweifache fahrlässige Körperverletzung vorgeworfen.
Zwei Menschen starbenPlädoyers um tödlichen Unfall in Hürth stehen an

Den Unfallfahrer von Hürth erwarten am Mittwoch die Plädoyers. Hier ist er mit seinem Anwalt beim Prozessauftakt zu sehen.
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Im Prozess um den Verkehrsunfall vom Juni 2025 in Hürth mit zwei Toten sollen am Mittwoch (8. Juli) in Köln die Plädoyers gehalten werden. Die Staatsanwaltschaft wirft einem 21-Jährigen unter anderem zweifache fahrlässige Tötung sowie zweifache fahrlässige Körperverletzung vor.
Die zehnjährige Schülerin Avin und der Schulbegleiter Luis Paulo Jochim (25) starben, als der Angeklagte mit seinem 5er BMW eine rote Ampel auf der Frechener Straße in Hürth (Rhein-Erft-Kreis) überfahren hatte. Sie überquerten auf dem Weg von ihrer Grundschule zu einem Sportplatz die Straße, als der 21-Jährige mit 54 bis 57 km/h in die Schülergruppe fuhr.
Hürth: Das Urteil wird für Freitag erwartet
An seiner Schuld bestehen keine Zweifel, er selbst hatte sich am ersten Prozesstag Mitte Mai bei den Angehörigen der Unfallopfer entschuldigt und gesagt, er habe den Familien dieses Leid niemals antun wollen. Er hatte angegeben, er sei bei Gelb über die Ampel gefahren und sei durch einen Blick nach links abgelenkt gewesen, so dass er den Zusammenstoß nicht habe verhindern können. Abzuwarten bleibt, ob er nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht verurteilt wird.
Bevor Staatsanwalt und Verteidiger im Landgericht Köln ihre Plädoyers halten, wird zunächst ein weiterer Zeuge aussagen. Zudem soll der 21-Jährige erstmalig zu seinen Lebensumständen befragt werden; dies allerdings mit Rücksicht auf sein Alter unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das Urteil wird für Freitag (10. Juli) erwartet.