Auch die Leitstelle für den Einsatz von 650 Bussen soll ins Gewerbegebiet nach Hürth umziehen. Zunächst gibt es dort provisorische Büros.
NahverkehrRVK baut neuen Betriebshof in Hürth mit Werkstatt und Platz für 120 Busse

Am neuen RVK-Standort: Dirk Müller (Niederlassungsleiter), Dr. Marcel Frank (RVK-Geschäftsführer), Svenja Udelhoven (Aufsichtsrat), Marco Dederichs (Beigeordneter), Dirk Breuer (Bürgermeister), Thomas Schmalen (Betriebsleiter) und Stefan Welsch (Vorstand Stadtwerke Hürth).
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Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) hat in Hürth einen neuen, deutlich größeren Betriebshof bezogen und baut damit ihre Infrastruktur in der Region weiter aus. Am Standort im Gewerbegebiet an der Max-Planck-Straße 21 stehen dem Nahverkehrsunternehmen rund 29.000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung – deutlich mehr als am bisherigen Standort beim Busunternehmen Schilling an der Bonnstraße.
Auf dem Gelände war bis 2002 der japanische Elektronikhersteller Aiwa angesiedelt, zuletzt wurde die Fläche vom Logistikunternehmen Talke genutzt. Dort ist Platz für bis zu 120 Busse, die unter anderem in den Stadtverkehren in Hürth, Brühl und Wesseling sowie im linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis eingesetzt werden. Zunächst hat das Personal in dieser Woche provisorische Büros auf dem neuen Betriebsgelände bezogen. Die Fertigstellung der neuen Büros ist für den Herbst geplant.
Hürth: In der Werkstatt sollen Wasserstoff- und Batteriebusse gewartet werden
Künftig sollen auch die Leitstelle und die Betriebsplanung der RVK nach Hürth umziehen. Von dort aus wird dann der Einsatz von rund 650 Bussen, die täglich für die RVK unterwegs sind, koordiniert. In Hürth sind dann mehr als 130 Mitarbeitende im Einsatz.
Geplant sind am neuen Standort weitere Investitionen. So wird dort eine rund 1000 Quadratmeter große Werkstatt gebaut, in der Busse direkt vor Ort gewartet und repariert werden können. Die Werkstatt soll für alle Antriebsarten ausgerichtet sein, die bei der RVK im Einsatz sind, darunter Wasserstoffbusse und batterieelektrische Busse. Auch eine Waschstraße ist vorgesehen. Mit dem Ausbau einer Ladeinfrastruktur will die RVK auch am Standort in Hürth die klimaneutrale Strategie mit dem Ziel „Null Emission“ verfolgen.
Der Bau der Hallen soll im kommenden Jahr beginnen. „Wir freuen uns riesig, dass wir mit dem neuen Standort in Hürth einen so großen Schritt für die Mobilität machen“, so RVK-Geschäftsführer Dr. Marcel Frank. „Kapazität, Infrastruktur, moderne Büros, eine ganzheitliche Werkstatt, die Leitstelle und das alles an einem Ort – das stärkt den ÖPNV auf ganz hohem Niveau.“

