Es gruselt an allen Ecken und Enden: Halloween steht vor der Tür, und manche haben ihre Häuser mit Geistern, Gespenstern und Untoten geschmückt - in einigen Fällen mit so großem Aufwand, dass die Horror-Dekorationen alle Blicke der Passanten auf sich ziehen.
„Wir freuen uns so sehr darüber, dass uns Jugendliche und Erwachsene ansprechen und sich bedanken. Erwachsene Männer bekommen leuchtende Augen“, berichten Natascha und Stefan Kutter. Die Rede ist von ihren fantastischen, furchterregenden Halloween-Dekorationen und Installationen vor ihrem Haus in Horrem.
Leidenschaft fürs Basteln
Die gebürtigen Kölner kennen sich seit 33 Jahren und sind seit 27 Jahre verheiratet. Sie zogen berufsbedingt nach Horrem , waren zunächst auf dem Trips-Ring zu Hause und wohnen seit zwei Jahren in ihrem Mehrgenerationenhaus in der Fontänestraße. Dort, wo sie jeweils zu Weihnachten traumhafte und zu Halloween gruselige Welten aufbauen. Für das Ehepaar steht die Familie an erster Stelle: vier Kinder im Alter von 16 bis 28 Jahren und zwei Enkelkinder. Hinzu kommen die Tiere: ein Hund, zwei Katzen, sieben Kaninchen , vier Meerschweinchen und Fische.
„Es gibt nichts Wichtigeres“, sagen beide. Natascha Kutter hat die Leidenschaft für das Basteln und Dekorieren von ihrer Mutter übernommen und Ehemann Stefan sowie die ganze Familie damit angesteckt.
Kürbismann und kopflose Gundula halten Wache
Seit dem 1. Oktober, nach drei Aufbautagen, hat Halloween wieder die Fontänestraße 12b in Beschlag genommen. Wache schieben am Eingang des Hauses der röchelnde Kürbismann und die kopflose Gundula. Grabsteine , Totenköpfe, Skelette, darunter auch ein wasserspeiendes und andere gruselige Wesen, beherrschen den gesamten Vorplatz des Hauses. Am Halloweentag gibt’s frisches Popcorn für alle, jede Menge Süßigkeiten und eine Fotostation für das Erinnerungsfoto vom Gruselhaus. „Wir haben Spaß daran, sind nicht reich, aber helfen gerne“, sagen Natascha und Stefan Kutter. Und noch etwas berührt sie: „Die Wertschätzung der Menschen. Es ist nie etwas weggekommen oder gar zerstört worden.“
„Halloween-Welt“ in Pulheim-Stommeln

Gruselig ist es auch in Stommeln.
Copyright: Heistermann
Auch in Pulheim-Stommeln staunten die Spaziergänger Anfang Oktober nicht schlecht über die „Halloween-Welt“ am Haus im Weißdornweg 9. Vor allem, als Lichterketten die Dekorationen anstrahlten. So etwas hatte es in ihrer Straße noch nie gegeben.
Verantwortlich dafür ist die gebürtige Jamaikanerin Sherinee Heistermann, die mit ihrem Mann Peter in diesem Jahr in dessen Elternhaus eingezogen ist. Bis April dieses Jahres hatte das Paar, das 2020 geheiratet hat, in Dormagen gewohnt.
Neue Kreationen aus Filz
Peter Heistermann berichtet stolz, dass seine Frau dort berühmt für ihre Halloween-Dekorationen war. Die staatlich examinierte Krankenschwester, die 1992 nach Deutschland kam, liebt es zu dekorieren. „Halloween ist meine Leidenschaft“, schwärmt sie. Ihre Inspirationen kämen einfach so. „Ich habe verrückte Ideen, die ich umsetzen will, aber das ist nicht immer so einfach.“ Es gibt zwar eine Halloween-Basisausstattung, aber jedes Jahr entwickelt sie neue Kreationen. So hat sie sich in diesem Jahr mit dem Material Filz auseinandergesetzt und daraus diverse Buchstaben gearbeitet, die sie am Haus anbrachte.
Positive Resonanz
„Die ganze Dekoration ist nach meinen Ideen und mit meinen Händen entstanden. Das freut mich, denn es ist so geworden, wie ich es mir vorgestellt habe.“ Die Resonanz sei ungemein positiv. Jeden Tag kämen Kinder vorbei, es würden Fotos gemacht und man staune, wie viel Arbeit sie sich gemacht habe.
Die ganze Deko bleibt bis zur ersten Novemberwoche erhalten. „Dann wird alles abgebaut, denn Halloween verträgt sich nicht mit St. Martin“, sagt sie und lacht. Bis dahin werden die furchterregenden Köpfe, angsteinjagenden Zombies und Monster ihr Unwesen im Weißdornweg treiben.

