Abo

28 Vögel getötetGeflügelpest nun auch in Kerpen-Brüggen ausgebrochen

2 min
Das Foto zeigt Hühner.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Geflügelpest im Kreis ausbricht (Symbolfoto).

28 Tiere untersuchte das Veterinäramt. Neun Gänse und 19 Hühner wurden getötet und die Proben ins Labor geschickt.

Nun hat es auch Tiere eines Geflügelhalters in Kerpen erwischt: Bei einem privaten Halter aus dem Ort Kerpen-Brüggen wurde die Geflügelpest nachgewiesen. Wie Dr. Katharina Walkling-Spieker aus der Pressestelle des Rhein-Erft-Kreises mitteilt, habe der Tierhalter am Mittwoch, 28. Januar, mehrere verendete Vögel in seinem Bestand beim Kreisveterinäramt gemeldet. 

Laut Kreisangaben wurden die 28 Tiere noch am selben Tag von Mitarbeitern des Veterinäramts aufgesucht. Es handelte sich um neun Gänse und 19 Hühner. Das Veterinäramt untersuchten die Vögel und entnahm Tupferproben. Die Tiere wurden anschließend per Einzelinjektion „tierschutzgerecht getötet und ordnungsgemäß entsorgt“, denn sie zeigten bereits deutliche Symptome der Geflügelpest.

Kerpen: Gelände wird gereinigt und desinfiziert

Die Tupferproben schickte das Veterinäramt zum CVUA-RRW (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper) zur weiteren Untersuchung. Am Donnerstag, 29. Januar, bestätigte sich dann der Verdacht. Noch stehe allerdings eine weitere Bestätigung des Friedrich-Loeffler-Instituts aus.

Der betroffene Betrieb habe eine „Ordnungsverfügung mit Maßnahmen erhalten“, teilt die Kreispressestelle weiter mit: „Auf dem Gelände werden umfassende Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen durchgeführt.“ 

Eine Sperrzone wird in Kerpen-Brüggen nicht eingerichtet

Von einer Sperrzone habe das Veterinäramt abgesehen, da der Geflügelbestand beim Ausbruch unter 50 Tieren lag „und nach Risikoabschätzung des Veterinäramts deshalb ein Ausnahmetatbestand von der üblichen Vorgehensweise in Anspruch genommen werden konnte“. Das bedeute, dass andere Geflügelhalter nicht von Restriktionen betroffen seien. 

Es ist nicht der erste Fall von Geflügelpest im Kreis. Vor knapp zwei Wochen stellte das Veterinäramt einen Ausbruch bei einem Bedburger Hobbyhalter fest. Es waren rund 80 Tiere betroffen. Bereits Anfang November im Vorjahr war im Kreis auf einem Hof in Hürth die Geflügelpest festgestellt worden. Der Rhein-Erft-Kreis hatte daraufhin die Tötung von 500 Hühnern angeordnet und mit Schutzzonen und Auflagen reagiert. Den Verdacht auf Geflügelpest gab es auch beim Fund von vier toten Schwänen in der Erft bei Bergheim im Dezember.

Das Veterinäramt weist darauf hin, dass Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter ihre Tierbestände bei der Tierseuchenkasse melden sollten. Eine Registrierung erleichtere im Seuchenfall die schnelle Information der Halter und könne zudem Voraussetzung für eine mögliche Entschädigung sein.

Außerdem teilt der Kreis mit: „Alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter haben angeordnete Maßnahmen konsequent einzuhalten und ihre Tierbestände aufmerksam zu beobachten. Auffälligkeiten oder Krankheitsanzeichen sind unverzüglich dem Veterinäramt zu melden.“ Für den Menschen bestehe nach dem derzeitigem Kenntnisstand jedoch keine Gesundheitsgefahr.