Der Reisedienst hat ein besonderes Konzept: Nutzer buchen eine Reise, ohne zu wissen, wo sie am Ende ihren Urlaub verbringen.
TV-ShowGründer aus Kerpen stellt Reisedienst „blookery“ bei „Die Höhle der Löwen“ vor

Kevin Kiesewetter und Jannis Jäger stellen ihren Überraschungs-Reise-Dienst bei „Die Höhle der Löwen“ vor.
Copyright: blookery
Der 42-jährige Kerpener Jannis Jäger ist mit Mitgründer Kevin Kiesewetter in der Vox-Gründershow „Die Höhle der Löwen“ zu Gast. Die beiden stellen dort ihren Überraschungs-Reisedienst „blookery“ vor. Die Folge ist ab Montag, 21. September, auf RTL+ abrufbar und läuft am Montag, 28. September, um 20.15 Uhr beim Fernsehsender Vox.
Entstanden sei blookery 2016 in Köln aus einer Gruppe des Messenger-Dienstes WhatsApp, „die immer stiller wurde“, schreiben die Gründer. Kiesewetter und Jäger wollten laut eigenen Aussagen mit drei Freunden verreisen, konnten sich aber auf kein Ziel einigen, bis der 36-jährige Kiesewetter gesagt habe: „Gebt mir jeder 500 Euro – ich buche und überrasche euch.“
Kerpen: Reise nach Rom gab den Anstoß zur Gründung
Die Truppe sei dann nach Rom geflogen, allerdings ohne zu wissen, wohin es geht. Teils hätten sie erst im Flugzeug von ihrer Destination erfahren und das auch eher unfreiwillig durch die italienischen Durchsagen. In Italiens Hauptstadt hätten sie zufällig sogar noch das Viertelfinalspiel zwischen Deutschland und Italien der Europameisterschaft beim Public Viewing mitverfolgt. Rundum sei es ein toller Urlaub gewesen, berichten die Gründer. Aus dem Experiment sei dann ein Unternehmen entstanden: Kurz darauf hätten beide ihre Jobs gekündigt und gegründet.
Zuvor hatten beide bei einem Anbieter für Mietwagenpreisvergleiche gearbeitet, berichten sie. Kiesewetter erinnert sich: „Dort ist dann aus der gemeinsamen Arbeit eine Freundschaft entstanden, aus der Freundschaft unsere erste Blind-Booking-Reise und daraus schließlich die Geschäftsidee für blookery.“
Reisedienst durchsucht Flug- und Hotelkombinationen
Der Reisedienst habe entsprechend ein besonderes Konzept. Die Idee: Wer sich nicht entscheiden kann, wohin die Reise geht, lässt sich überraschen. Das spiegelt sich auch in dem Namen des Anbieters wider, der aus den Worten „blind“ und „booking“ zusammensetze, so einer der Gründer. Für die Endung „-ery“ hätten sie sich entschieden, um sich von der Konkurrenz abzugrenzen.
Reisende wählen Abflughafen oder maximale Fahrzeit, schließen Städte aus, die sie nicht sehen möchten, und legen Zeitraum und Budget fest. Der Reisedienst durchsuche daraufhin Flug- und Hotelkombinationen und wähle ein Reiseangebot aus. Das Ziel bleibt dabei allerdings geheim.
Die Kundinnen und Kunden können dabei Städte in ganz Europa auswählen und sich unter anderem entscheiden, ob sie selbst anreisen wollen oder sich auch beim Flug ins Ausland überraschen lassen. Klassische Strandurlaube bietet der Anbieter laut eigenen Angaben nicht an.
Einladung in die Show kam überraschend nach zehn Jahren
Aufgelöst wird das Ziel auf Wunsch erst kurz vor der Abreise, per persönlichem Online-Countdown oder mit einem Überraschungsumschlag samt Rubbelkarte. Laut Unternehmensangaben haben mehr als 40.000 Menschen seit der Gründung im Jahr 2016 einen solchen Städtetrip gebucht. Die Kundinnen und Kunden schätzten demnach vor allem die Zeitersparnis beim Buchen der Reise und dass sie weniger Entscheidungen treffen müssten.
Dass man ein wenig Abenteuerlust mitbringen muss, um ihr Angebot zu nutzen, wissen die Gründer. Kiesewetter sagt: „Unsere Kunden sind zum großen Teil Paare oder Freunde, die zu zweit verreisen. Viele können sich einfach nicht entscheiden, wohin die nächste Reise gehen soll, oder lieben es, sich überraschen zu lassen.“
Dass die Gründer nun im TV zu sehen sind, sei für sie auch überraschend. Denn beworben hatten sie sich schon viel früher. „Wir haben uns seit der Gründung immer wieder bei der Sendung beworben. Dass wir jetzt, zehn Jahre später, tatsächlich vor den Investoren stehen, fühlt sich immer noch unwirklich an“, sagt Kevin Kiesewetter. Wie der Pitch ausgegangen ist, verraten die beiden jedoch nicht.
In der Sendung „Die Höhle der Löwen“ stellen Gründerinnen und Gründer ihre Start-ups mithilfe eines Pitches, also in wenigen Sätzen, vor. Sie versuchen damit, die anwesenden Investoren zu überzeugen, Geld in das Unternehmen fließen zu lassen.
Auch heute verreisen die Gründer laut eigenen Aussagen noch „blind“: „Mein letzter Überraschungsurlaub war nach Lüttich (mit dem Auto). Als meine Frau sagte: ‚Du kümmerst dich darum, dass wir übernächstes Wochenende wegfahren, richtig?‘ Da hatte ich ziemlichen Stress. Bis mir einfiel, dass ich ja einfach selber bei blookery buchen kann“, sagt Jäger.
Weitere Informationen zu dem Reisedienst blookery finden Interessierte auf der Homepage.
