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Freiwillig Müll sammelnMarlies Heidbüchel sagt wildem Abfall in Kerpen den Kampf an

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Das Foto zeigt eine Frau mit einer Mülltüte in der Hand.

Marlies Heidbüchel sammelt freiwillig Müll in Kerpen auf.

Zwar gibt es einen Runden Tisch, der sich mit dem Thema beschäftigt. Doch Marlies Heidbüchel wünscht sich ein Paten-System.

Sie will dem wilden Müll in Kerpen den Kampf ansagen: Marlies Heidbüchel engagiert sich seit mehreren Jahren für eine Lösung im Umgang mit achtlos weg geworfenem Unrat. Dafür, so sagt sie, habe sie seit längerer Zeit an der Einführung eines Runden Tischs gearbeitet. Doch ihre Ziele zu erreichen, gestalte sich schwieriger, als zuerst gedacht.

Kerpen: Müll ist ein öffentliches Ärgernis

„Müll ist ein öffentliches Ärgernis. Sprechen Sie jemanden darauf an, spüren Sie Zorn und hören dann sofort, wer wahrscheinlich der böse Verursacher ist“, schildert sie ihre Erfahrung. Dass das Thema die Gemüter erhitze, sei ganz typisch, helfe aber nicht weiter. „So etwas beseitigt man nicht durch Wut, sondern dadurch, dass man es beherzt anpackt, dachte ich und bat die Politiker der Stadt um eine Beratung. Das Interesse war unerwartet hoch und bei dem Treffen im März 2025 gab es viele brauchbare Anregungen und gute Ideen“, erinnert sich Heidbüchel: „Entschluss der Runde: Es soll regelmäßige Treffen dieser Art unter dem Namen ‚Runder Tisch gegen Müll‘ geben, möglichst unter der Schirmherrschaft der Stadt.“

Einen ersten Aufschlag gab es dann im November des vergangenen Jahres. „Ich wurde gebeten, das Interesse an der jährlichen Müllsammlung zu verbessern und die Begeisterung dafür zu steigern“, berichtet Heidbüchel. Doch vielmehr als das wollte sie nach eigenen Aussagen freiwillige Paten für bestimmte Wege und Bereiche im Stadtgebiet finden, die regelmäßig dort den Müll sammelten.

Nun sei der Runde Tisch zwar eingerichtet, aber ihr eigentliches Anliegen habe noch nicht seinen Weg in die Bevölkerung gefunden, beklagt die Bürgerin. „Ich lasse mich aber nicht entmutigen und habe kurz nach dem Treffen im November angefangen, mein System selbst auszuprobieren“, berichtet sie: „Seitdem sammle ich täglich auf, was ich auf meinem Weg finde. Darüber hinaus bitte ich jeden, der eine Flasche, einen Becher oder Chipstüte in der Hand hält, den Müll bis zum nächsten Mülleimer festzuhalten.“ Dabei habe sie stets nur positive Rückmeldungen erhalten.

Wer sich am Runden Tisch gegen Müll beteiligen möchte, Ideen für Straßen oder Orte hat, an denen Müll gesammelt werden könnte und wer selbst Müll sammeln will, der kann sich unter der angegebenen E-Mail-Adresse melden.