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Fest mit SeltenheitswertSie sind das Kaiser- und Bezirkskönigspaar in Kerpen

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Männer und Frauen in Schützenuniformen und eine Frau in rotem Kleid gehen durch einen Ort.

Willi und Sigrid Schödder durften sich als Kaiserpaar der Kerpener St. Sebastianus-Bruderschaft und als Bezirkskönigspaar feiern lassen.

Wilhelm Schödder von der St.-Sebastianus-Bruderschaft erlebte mit Ehefrau Sigrid den vorläufigen Höhepunkt seiner Schützenlaufbahn.

So viel Glanz und Ehre wie in diesem Jahr wird der St.-Sebastianus-Bruderschaft nur ganz selten zuteil, und deshalb wurde das Schützenfest am Wochenende denn auch ein, zwei Nummern größer als üblich gefeiert. Im Mittelpunkt des fröhlichen Treibens stand ein Mann, der seit Langem zu den prägenden Persönlichkeiten der Bruderschaft gehört und der nun den vorläufigen Höhepunkt seiner Schützenlaufbahn genießen durfte: Wilhelm Schödder und Ehefrau Sigrid bilden nicht nur das Kaiserpaar ihrer heimischen Bruderschaft, sondern amtieren gleichzeitig als Bezirkskönigspaar für ganz Kerpen und Umgebung.

Damit nicht genug: Mit Zoey Euskirchen und Emilia Wendeker kommen auch die Bezirksschülerprinzessin und die Bezirksbambiniprinzessin aus den Reihen der Sebastianus-Bruderschaft. Als Bezirksprinzenpaar komplettieren Carolin Langens und ihr Begleiter Kilian Vorbeck von der Kerpener Hubertus-Gilde sowie Sebastianus-Bürgerkönigin Melanie Grünenwald die Riege der gekrönten Häupter.

„Eigentlich sollte diesmal gar kein Bezirksschützenfest stattfinden. Weil unsere Bruderschaft aber so viele Bezirksmajestäten aufbieten kann, die natürlich gebührend gefeiert werden sollen, haben wir uns kurzerhand dazu entschlossen, unser eigenes Schützenfest zum Bezirksschützenfest zu erweitern“, erklärt Willi Schödder, der seit fast 20 Jahren auch Brudermeister der Sebastianus-Schützen ist.

Kerpen: Wilhelm Schödder darf sich Schützenkaiser der Sebastianus-Bruderschaft nennen

Mehr noch: Nach 2006 und 2014 sicherte sich Schödder im vergangenen Jahr bereits zum dritten Mal den Königstitel und darf sich deshalb nun sogar Schützenkaiser der Sebastianus-Bruderschaft nennen. Und der 66-jährige Vollblut-Schütze hat noch nicht genug.

„Mitte September werden beim Bundesschützenfest im niedersächsischen Damme der Bundesschützenkönig und die Diözesankönige ermittelt. Dort werde ich nicht nur aus Spaß, sondern mit einem gewissen sportlichen Ehrgeiz antreten. Ganz ehrlich: Auf höherer und höchster Ebene weitere Titel zu erringen, würde mich schon reizen“, sagt der ehemalige RWE-Werksfeuermann, der seiner Bruderschaft schon seit 45 Jahren die Treue hält. Seine Sigrid ist sogar schon seit 50 Jahren dabei; Sohn Marco fungiert als 2. Brudermeister.

Gemeinsam mit vielen Schützenbrüdern und -schwestern aus nah und fern feierten die Schödders auf dem Vereinsgelände an der Schützenstraße nun ein ganz großes Bruderschafts- und Bezirksfest. Los ging’s am Freitagabend mit einer Biergartenparty, bei der auch eigens kreierte Cocktails namens „Wilder Kaiser“ und „Zahme Kaiserin“ serviert wurden.

Der Festmesse in der Stiftskirche und der Kranzniederlegung am Samstag schloss sich der feierliche Kaiserball an, bei dem einige verdiente Schützinnen und Schützen geehrt wurden – etwa Andrea Becker mit dem silbernen Verdienstkreuz, Klaus Baginski und Alois Kiefer mit dem Hohen Bruderschaftsorden sowie Petra Abel-Schödder mit dem St.-Sebastianus-Ehrenkreuz. Heinz Merge senior wurde zum Ehrenmitglied ernannt; Peter Knopp feierte seine 60-jährige Mitgliedschaft.

Ein Glanzlicht war auch der überaus stattliche Festzug am Sonntagnachmittag mit elf Bruderschaften aus dem gesamten Bezirksverband, zahlreichen befreundeten Ortsvereinen und sechs Musikzügen. Am Montagnachmittag ermittelten die Sebastianus-Schützen zum Ausklang des Festes bereits ihre Majestäten fürs kommende Jahr.