Der Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Frank Rock, bittet die Bürgerinnen und Bürger wegen der angespannten Lage in den Kliniken Rettungsdienste nur im Notfall zu alarmieren.
Angespannte LageRettungsdienste an Feiertagen nur im Notfall in alarmieren

Landrat appelliert wegen angespannter Lage an die Bürger, Rettungsdienste wirklich nur im Notfall zu alarmieren.
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Landrat Frank Rock appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, Krankenhäuser und Rettungsdienste an den Feiertagen tatsächlich nur im Notfall in Anspruch zu nehmen. Die Krankenhäuser seien derzeit stark ausgelastet.
„Nachdem die Corona-Schutzmaßnahmen in den vergangenen Jahren die Übertragung vieler anderer Erkrankungen verhindert haben, stecken sich in diesem Winter vermehrt Menschen nicht mehr nur mit Corona, sondern auch wieder mit anderen Infekten an, insbesondere mit Atemwegserkrankungen“, teilt die Kreisverwaltung mit. „Dies führt zu einer enorm angespannten Lage in den Krankenhäusern.“
Die Versorgungslage sei extrem angespannt
Die hätten zudem selbst mit Krankheitsfällen zu kämpfen. Die Versorgungslage im Rhein-Erft-Kreis und landesweit sei extrem angespannt, lange Anfahrtswege der Rettungswagen zu freien Krankenhäusern seien die Regel. „Wir müssen im Moment sowohl die Krankenhäuser als auch den Rettungsdienst schonen und für Notfälle frei halten“, sagt Rock.
„Beide Systeme sind bereits an der Belastungsgrenze und werden über die Feiertage wegen der Schließung von Praxen und fehlendem Personal noch weiter beansprucht.“ Krankenhäuser und der Notruf 112 seien nur im Notfall die richtige Anlaufstelle.
„Wer mit einer Erkrankung an einem Wochentag nicht ins Krankenhaus gehen würde, ist an den Feiertagen bei den Notdienstpraxen der Kassenärztlichen Vereinigung richtig aufgehoben“, sagt Rock. Unter der Rufnummer 116 117 sei rund um die Uhr der ärztliche Bereitschaftsdienst zu erreichen.
„Wer also außerhalb der Betriebszeiten der Notfallpraxen zum Arzt muss, wird über den Bereitschaftsdienst mit Wartezeit zu Hause in der Regel komfortabler versorgt als im Wartebereich einer Notaufnahme.“ Der Rhein-Erft-Kreis appelliert daher, sich rechtzeitig zu informieren, ob die Praxen der eigenen Haus- oder Kinderärzte über die Feiertage geschlossen sind und welche die Vertretung übernehmen.
Video-Sprechstunde soll für die Entlastung gelten
Über die Feiertage wird insbesondere für die ambulante ärztliche Notfallversorgung von Kindern und Jugendlichen unter 116 117 von der Kassenärztlichen Vereinigung eine Video-Sprechstunde zusätzlich zu den Sprechstunden in den Notfallambulanzen vor Ort angeboten. „Auch hier gilt, wer zunächst die telemedizinische Beratung nutzt, entlastet die Notfallambulanzen, damit diese für schwerwiegendere Fälle da sein können.“
Um die Video-Sprechstunde nutzen zu können, benötigen Anrufer lediglich ein Smartphone, Tablet, Notebook oder einen Computer mit Kamera und Mikrofon. Eltern erreichen die telemedizinische Beratung im Kindernotdienst am Mittwochnachmittag von 16 bis 22 Uhr, am Wochenende und an Feiertagen von 10 bis 22 Uhr über die Telefonnummer 0211/59707284.