Die Sanierung der Horionschule dauert schon fünf Jahre – wann es auf der Baustelle weitergeht, ist unklar. Die Eltern sind verärgert.
„Vollkatastrophe“Bauprojekt an der Horionschule in Pulheim ist aus den Fugen geraten

Die Generalsanierung der Horionschule findet kein Ende. Aktuell behebt eine Firma Mängel.
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Die Schulpflegschaftsvorsitzende Tanja Schmitz brachte es im Ausschuss für Hochbau und Liegenschaften auf den Punkt. Eine Verkettung unglücklicher Umstände nannte sie das, was sich an der Horionschule abspielt.
Die Eltern sind bedrückt und verärgert.
Seit nunmehr fünf Jahren ist auf dem Gelände eine Baustelle, und ein Ende der Generalsanierung ist nicht in Sicht. „Die Eltern sind bedrückt und verärgert.“ Sie hätten den Eindruck, dass die Stadtverwaltung dem Ganzen nicht immer mit dem nötigen Nachdruck nachgehe.
Horionschule in Pulheim: „Die Baustelle ist eine Vollkatastrophe.“
„Ganz bestimmt haben wir Fehler gemacht“, gestand der Beigeordnete und Kämmerer Jens Batist. Das Bauprojekt sei völlig aus den Fugen geraten. „Alles, was schiefgehen kann, ist an der Horionschule schiefgegangen.“ Er wolle die Situation nicht rechtfertigen. „Aber die Baustelle ist eine Vollkatastrophe.“
Wann es denn auf der Baustelle weitergehe, wollten Eltern, aber auch Politiker wissen. Der BVP (Bürgerverein Pulheim) und die SPD hatten für den Fachausschuss gezielte Fragen gestellt. Frank Prieß, Leiter des Immobilienmanagements, erklärte, dass derzeit die Trockenbaufirma die Mängel beseitige, die sie selbst verursacht hatte. „Der Trockenbau ist ein zentrales Gewerk.“
Mängel beim Trockenbau im Juni 2022 aufgefallen
Wie Frank Prieß weiter erläuterte, waren die Mängel erstmals im Juni 2022 bei einer Inventur aufgefallen – nachdem die Trockenbaufirma der Stadt „wegen einer relativ langen Unterbrechung“ gekündigt hatte. Da die Stadt im Nachgang eine Rechnung der Firma gekürzt hatte, verklagte diese die Stadt, die wiederum Ende Januar Gegenklage einreichte.
In dem folgenden Beweissicherungsverfahren stellte der Gutachter die Mängel fest und forderte die Firma auf, sie gemäß der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen zu beseitigen.
Das, was eingebaut wurde, entspricht wohl nicht den Regeln der Kunst.
„Das, was eingebaut wurde, entspricht wohl nicht den Regeln der Kunst“, so Prieß. Jens Batist nannte ein Beispiel. Für die Decke im Foyer, die abgehängt werde, habe die Firma Klammern ohne Zulassung verwendet.
Die Mängel zu beheben, werde einige Zeit dauern, vermutete Prieß. „Erst wenn diese Arbeiten abgeschlossen sind, kann die neue Trockenbaufirma anfangen.“

