Torhüter Gerrit Heinisch kämpft mit seiner Pulheimer Amateurmannschaft noch um den Sprung in die Mittelrheinliga.
EinwurfDarum hofft Brauweiler Torhüter Gerrit Heinisch auf einen FC-Sieg gegen Heidenheim

Torhüter Gerrit Heinisch setzt auf einen Sieg des FC im Spiel gegen Heidenheim.
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Die Fußballer des 1. FC Köln begrüßen am Sonntag (10. Mai) den 1. FC Heidenheim zu ihrem letzten Heimspieltag der Bundesligasaison. Torhüter Gerrit Heinisch (21), der mit GW Brauweiler derzeit um den Aufstieg in die Mittelrheinliga spielt, setzt im „Einwurf“ auf einen Sieg seiner Kölner.
Herr Heinisch, in ihrer Jugendzeit erlebten Sie unter anderem als Torhüter des 1. FC Köln Saisons mit sehr geringen Einsatzzeiten. Hatten es Ihre Mitspieler auf den anderen Positionen einfacher, um auf Einsatzminuten zu kommen?
Natürlich ist es als Torwart in gewisser Weise schwieriger, Fuß zu fassen, wenn man nicht die erste Wahl ist. Als Feldspieler könnte ich theoretisch auf eine andere Position ausweichen, gerade wenn Not am Mann ist. Aber wenn der gesetzte Torwart gesund ist, dann ist es schwierig, auf Einsatzminuten zu kommen. Am Anfang war das natürlich immer doof für mich in der Jugend. Ich habe aber versucht, dranzubleiben, und die Trainer versuchten weiterhin mich zu motivieren, weil ich für den gesetzten Torwart auch eine Konkurrenz darstellen sollte.
Torhüter Manuel Neuer, mit dem Sie sich als Balljunge der Geißböcke mal persönlich austauschen konnten, ist vor der Weltmeisterschaft in Nordamerika ein gefragter Mann für die Deutsche Nationalmannschaft. Würden Sie ihn auch gern bei der WM sehen?
Neuer könnte auf jeden Fall der Nationalmannschaft weiterhelfen, wenn er sich dazu entscheiden würde zurückzukommen. Er ist für mich der beste Torhüter jemals und hat das Torwartspiel unglaublich geprägt. Ich verstehe aber, dass es für ihn eine sehr schwere Entscheidung war zurückzutreten und er deshalb sicherlich nicht wieder zurückzukommen möchte.
Vor zwei Wochen war sich fast ganz Fußball-Deutschland sicher, dass der 1. FC Heidenheim aus der Bundesliga absteigen wird. Hatten Sie noch mit dem Team um Trainer Frank Schmidt gerechnet?
Ehrlich gesagt nicht. Vor allem hatte ich nicht damit gerechnet, dass sie so ein gutes Spiel gegen die Bayern absolvieren würden. Die Münchener haben zum Glück der anderen Abstiegskandidaten in den Schlussminuten ihre Stammkräfte eingewechselt und noch ein Unentschieden herausgeholt. Wenn Heidenheim das Spiel gewonnen hätte, dann wäre es jetzt deutlich enger im Tabellenkeller.
Gab es in dieser Bundesligaspielzeit aus ihrer Sicht noch weitere Überraschungen?
Dass Said El Mala eine solche Saison abreißt, hat mich überrascht. Ich habe ihn schon bei Viktoria Köln beobachtet und sein Talent gesehen. Aber auch wenn man sich als Fußballer in der 3. Liga schnell zurechtfindet, hast du es in der 1. Bundesliga immer noch brutal schwer. Dass er aktuell mit Abstand einer der besten FC-Spieler ist – vor so einer Leistung muss ich meinen Hut ziehen.
Wird möglicherweise FC-Spieler El Mala den Heidenheimer Traum vom Klassenerhalt am 33. Spieltag platzen lassen?
Heidenheim war über die gesamte Saison gesehen einfach nicht stark genug, dass sie sich die Relegation verdient hätten. Ich hoffe darum, dass der FC mit El Mala entscheidende Akzente setzen wird und dieses Duell mit 3:1 gewinnt.