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InfrastrukturStartschuss für den Bau des Kreisels in der Pulheimer Innenstadt rückt näher

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Am Kölner Tor (Venloer Straße/Ecke Steinstraße) lässt die Stadt einen Kreisverkehr bauen.

Am Kölner Tor (Venloer Straße/Ecke Steinstraße) lässt die Stadt einen Kreisverkehr bauen. 

Verwaltung wird entlang der Umleitungsstrecke für die Busse Halteverbote einrichten, wegfallende Parkplätze will sie ersetzen.

Die Eigentumsfragen sind geklärt, die Abstimmungsgespräche mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW abgeschlossen. Inzwischen steht auch fest, wann der Startschuss für den Bau des Kreisverkehrs am Kölner Tor (Knotenpunkt Venloer Straße/Steinstraße/Johannisstraße) fällt. „Der Baubeginn ist derzeit für April oder Mai geplant“, so Stadtsprecherin Ruth Henn auf Nachfrage.

Bis zum Startschuss hat das Fachamt im Rathaus noch einiges zu erledigen. In der Informationsveranstaltung Mitte Januar hatte die Stadtverwaltung zugesagt, dass sie einige der von den Bürgerinnen und Bürgern angesprochenen Fragen prüfen wird. Ganz oben auf der Liste standen die Regelungen für die geplanten Umleitungsstrecken.

Pulheim: Stadtzentrum wird ausgeschildert

Den Themenkomplex „Erreichbarkeit der Geschäfte und Praxen“ hat die Verwaltung schon so gut wie abgearbeitet. Damit auch Kunden aus Widdersdorf und Frechen direkt auf die Umleitungsstrecke über Geyen geführt werden, habe sie festgelegt, dass auf der Bonnstraße bereits vor Geyen und auf der Kreisstraße 6 von Widdersdorf kommend „Pulheim Mitte“ ausgeschildert werde, so die Stadtsprecherin.

Auch mit der Frage, ob die Stellplätze, die im direkt an die Baustelle angrenzenden Komplex Johannisstraße 88/90 (Supermarkt und Studio) wegfallen, an anderer Stelle ersetzt werden, hat sich die Verwaltung beschäftigt. Es sei beabsichtigt, auf dem Abschnitt der Steinstraße, der nur noch für Anlieger befahrbar sein werde (ab der Straße „Zur Alten Wassermühle“), Parkplätze einzurichten, so Ruth Henn. „Welche Regelungen dann gelten sollen – Stichwort Parkscheibe – wird derzeit noch intern geklärt.“

Noch offen ist die Frage, ob die durch die Sperrung entfallende Haltestelle „Lindenstraße“ im näheren Umfeld, beispielsweise an der Ecke Orrer Straße/Stöckheimer Straße sowie für die Gegenrichtung an der Ecke Pletschmühlenweg/Ostring, ersetzt wird. Das gilt auch für den Hinweis aus der Bürgerschaft, dass es sich bei der Stöckheimer Straße um eine Fahrradstraße handele. Da sie von vielen Schülerinnen und Schülern genutzt werde, erscheine eine „Begegnung mit Bussen von daher gefährlich“, wie es im Protokoll zur Informationsveranstaltung formuliert ist.

Entlang der Umleitungsstrecke für die Busse will die Verwaltung eine rund 200 Meter lange Halteverbotszone auf einer Seite der Stöckheimer Straße einrichten. Weitere Halteverbote sind an mehreren Stellen auf dem Pletschmühlenweg und dem Ostring vorgesehen. Es werde fortlaufend geprüft, ob dies ausreiche. Für den Bau des Kreisels sind Kosten in Höhe rund 1,1 Millionen Euro veranschlagt.