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Votum in PulheimNeubauten im Sportpark Brauweiler haben oberste Priorität

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Ein Gebäude mit verklinkerter Fassade.

Das Vereinsheim, das Grün-Weiß Brauweiler und der TuS Brauweiler gemeinsam nutzen, ist nicht mehr zeitgemäß, es soll abgerissen werden.

Vereine haben Ideen entwickelt, wie die Jahnwiese im Sportpark gestaltet werden könnte. Sie werden derzeit aber nicht weiter verfolgt.

Die geplanten Neubauten haben für die Politik und die Vereine SV Grün-Weiß Brauweiler und TuS Brauweiler oberste Priorität. Verzögerungen wollen sie auf alle Fälle vermeiden. Daher haben die Fraktionen am Dienstagabend in der Sitzung des Umwelt- und Planungsausschuss ihren im Dezember 2025 gefassten Beschluss modifiziert.

An den Plänen, im Sportpark die von den Sportvereinen dringend benötigten Neubauten zu errichten, halten sie fest. Der Aufstellungsbeschluss, mit dem sie seinerzeit das Bebauungsplanverfahren Nr. 170 Brauweiler auf den Weg gebracht haben, bleibt somit unverändert.

Pulheim: Politik modifiziert ihren Beschluss

Den ergänzenden Beschluss, die Verwaltung solle eine intensivere Nutzung der Jahnwiese teils mit Kunstrasenflächen in den zu beauftragenden Gutachten verfolgen, haben die Fraktionen allerdings aufgehoben. Das Votum, das auch eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden umfasst, war einstimmig.

Und es ist im Sinne der Vereine im Abteiort, wie Dennis Berk, sportlicher Leiter beim SV Grün-Weiß Brauweiler, stellvertretend für alle Vereine, die den Sportpark nutzen, erklärte. Es sind neben Grün-Weiß und dem TuS Brauweiler, die Tennisabteilung des TTC Brauweiler und The Raging Abbots, das Baseball- und Softballteam Brauweiler.

Ein Modell zeigt ein zweigliedriges Gebäude.

Der geplante Neubau des TuS Brauweiler: Im vorderen Teil mit dem Flachdach sind die Geschäftsstelle, Umkleiden und Sanitärräume vorgesehen, im hinteren Teil die Sporträume. (Visualisierung)

Die genannten Vereine und Vertreter der Stadtverwaltung hatten sich Anfang des Jahres getroffen. „Bei dem Treffen entstanden ist eine gemeinsame Idee, hinter der alle Vereine stehen“, erläuterte Berk. Die Gedankenspiele für die Jahnwiese beinhalten einen Pumptrack, also eine spezielle, künstlich angelegte Mountainbikestrecke, einen Bolzplatz, Padel-Tennis-Plätze, ein Basketballfeld sowie einen Multifunktionsplatz für Base- und Fußball. Das geht aus den Unterlagen für den Fachausschuss hervor.

Die Vereine wünschten sich ein multifunktional ausgerichtetes Sportangebot für alle Altersklassen, für alle Geschlechter, möglichst barrierefrei. „Unser Ziel ist es, den Charakter der Wiese zu erhalten.“ Sie müsse ein Bolzplatz bleiben, ein Ort, wo sich Kinder und Jugendliche treffen könnten, und sie müsse weiterhin öffentlich nutzbar sein, gab Berk die einhellige Meinung aller beim dem Januar-Treffen Anwesenden wider.

Die Gedankenspiele haben die Verwaltung veranlasst, den Bebauungsplan Nr. 170 Brauweiler noch einmal auf die Tagesordnung des Fachausschusses zu setzen. Hätte die Politik diese aus Sicht des Fachamtes weitreichende Konzeptanpassung weiter verfolgt, hätte dies das Bauleitplanverfahren erheblich verzögert. Der Bebauungsplan hätte überarbeitet und dem Umwelt- und Planungsausschuss in einer der nächsten Sitzungen vorgelegt werden müssen.

Mit den bei dem Januar-Treffen zusammengetragenen Ideen hat sich ein im Auftrag von Grün-Weiß Brauweiler beauftragter Landschaftsplaner beschäftigt. „Die Machbarkeitsstudie liegt seit Montag vor“, verriet Berk und schlug vor, der Verwaltungsspitze die Studie im Mai oder Juni vorzustellen. Öffentlich machen wollen die Vereine sie nicht. Er werde die Machbarkeitsstudie in den Verwaltungsvorstand bringen. „Wir stimmen ab, wie es weitergeht“, kündigte Dezernent Olaf Kleine-Erwig an.