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SpoSpiToAn diesen Schulen in Rhein-Erft geht es ohne Elterntaxis zum Unterricht

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Eine Frau in Warnweste geleitet Kinder über einen Zebrastreifen.

Für Kinder kann es bereichernd sein, selbst zur Schule zu gehen.

Schulen aus Bergheim, Pulheim und Erftstadt nehmen teil. Der „SpoSpiTo-Bewegungspass“ soll Kinder dazu animieren, sich mehr zu bewegen.

Elterntaxis sorgen vor vielen Grundschulen für Verkehrschaos, und damit können unübersichtliche und gefährliche Situationen für Grundschulkinder entstehen. Am Montag (16. März) geht die Aktion „SpoSpiTo-Bewegungspass“ in die siebte Runde. Auch mehrere Schulen aus dem Rhein-Erft-Kreis beteiligen sich an der Aktion für mehr Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz auf dem Schulweg. 

Dabei sind die Schule am Schwarzwasser in Bergheim, aus Pulheim die Dietrich-Bonhoeffer-Schule, die Gemeinschaftsgrundschule Sinthern Geyen, die KGS Barbaraschule Pulheim und die Richezagrundschule Brauweiler sowie aus Erftstadt die Erich-Kästner-Grundschule in Bliesheim und die GGS Südschule aus Lechenich.

SpoSpiTo: Projekt gegen Elterntaxis an einigen Schulen in Rhein-Erft

Mit dem SpoSpiTo-Bewegungspass soll die Verkehrssituation vor Grundschulen entschärft werden. Zudem werden die Kinder animiert, sich mehr an der frischen Luft zu bewegen. SpoSpiTo steht im Übrigen für „Sporteln-Spielen-Toben“. Jedes Kind soll während der sechs Wochen den Schulweg mindestens 20-mal ohne Elterntaxi zurücklegen.

Die GGS Südschule aus Erftstadt-Lechenich nimmt zum dritten Mal an der Aktion teil. „Nachdem Kinder, Eltern und Lehrerinnen im letzten Jahr sehr begeistert waren, war schnell klar, dass wir auch diesmal wieder mitmachen möchten“, schildert die kommissarische Schulleiterin Magdalena Halbach.

Es haben sich auch neue Schulweggemeinschaften gebildet
Magdalena Halbach, kommissarische Leiterin der GGS Südschule

In diesem Jahr ermuntere das Kollegium die Kinder, ihren Schulweg zu Fuß, mit Roller oder Fahrrad, aber auch mit dem Bus zurückzulegen. zurückzulegen.  „In den Klassen greifen wir das Thema regelmäßig in kurzen Gesprächen am Morgen auf.“ Auch über nachhaltige Mobilität und die Frage, warum es gut für die Umwelt sei, Wege möglichst aktiv oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen, werde in den Klassen gesprochen, schildert Magdalena Halbach. 

Die Aktion im vergangenen Jahr haben einen nachhaltigen Impuls gesetzt. In den Wochen nach dem SpoSpiTo-Projekt seien weniger Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht worden. Halbach: „Es haben sich auch neue Schulweggemeinschaften gebildet, das stärkt zusätzlich die Sozialkompetenz und das Gemeinschaftsgefühl.“ Außerdem hätten die Lehrerinnen gemerkt, dass viele Kinder morgens mit mehr Energie und Konzentration in den Schultag gestartet seien, weil sie sich bereits an der frischen Luft bewegt hätten. 

Jeden zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Roller zurückgelegten Schulweg bestätigen die Eltern mit einer Unterschrift im SpoSpiTo-Bewegungspass. Erfolgreich teilnehmende Kinder können Preise gewinnen: Verlost werden 500 Gutscheine im Wert von jeweils 20 Euro von Decathlon, 375 Jump-Schlamperboxen von neoxx und 125 Kinderrucksäcke von Vaude. 

In diesem Jahr nehmen nach Angaben des SpoSpiTo-Teams bundesweit mehr als 133.000 Kinder teil, das Schulprojekt sei eines der größten in Deutschland.