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Schlechteste Zahlen seit 13 Jahren Krise trifft Tourismusbranche in Rhein-Erft hart

Hotel Symbolbild

Die Gästezahlen im Rhein-Erft-Kreis waren 2020 auf dem niedrigsten Stand seit 13 Jahren.

Rhein-Erft-Kreis – Die Nachricht verwundert nicht, es ging einzig noch um das Ausmaß des Einbruchs – im Jahr 2020 sind coronabedingt die Gäste- und Übernachtungszahlen im Rhein-Erft-Kreis massiv zurückgegangen. Nun liegen die genauen Zahlen vor.

Das statistische Landesamt meldet für die Beherbergungsbetriebe im Kreis 236.485 Gäste, was einem Minus von 53,1 Prozent gegenüber dem Jahr 2019 entspricht. Die Zahl der Übernachtungen ist um 36,7 Prozent zurückgegangen und lag 2020 bei 860.938 – 2019 waren es noch fast 1,4 Millionen.

Frank Rock: „Tourismusbranche mit großer Wucht getroffen“

„Die Corona-Pandemie hat die Tourismusbranche im Rhein-Erft-Kreis mit großer Wucht getroffen“, sagt Landrat Frank Rock, der auch Vorsitzender des Vereins Rhein-Erft Tourismus ist. „Vielen Betrieben, die über Jahre und teilweise Jahrzehnte erfolgreich geführt worden sind und die sich am Markt sowohl für Geschäftsreisen als auch für Freizeitgäste etabliert hatten, droht durch diese Krise nun das Aus.“

Es seien zwar viele Hilfszahlungen vom Bund geflossen, aber längst nicht alle seien dort angekommen, wo sie hingehörten. „Wichtig ist es nun, gemeinsam Öffnungsperspektiven für die Branche zu schaffen, um das Schlimmste zu verhindern“, sagt Rock, der die Bürger dazu aufruft, nach Beendigung des Lockdowns vermehrt ihre Freizeit auch vor Ort zu verbringen und heimische Gastronomiebetriebe durch Besuche und Verzehr zu unterstützen.

Nach Angaben der Kreisverwaltung liegen die Gäste- und Übernachtungszahlen damit auf einem Niveau wie seit dem Jahr 2007 nicht mehr. Das Minus bei den Übernachtungen ausländischer Gäste ist nach Angaben des Kreises sogar noch größer ausgefallen: Es kamen 45,8 Prozent weniger Gäste aus anderen Ländern in den Kreis.

Zahl der Tagesreisen in Rhein-Erft stark zurückgegangen

Gründe dafür seien auch die pandemiebedingten Absagen von Messen in Köln und Düsseldorf oder abgesagte Tagungen und Veranstaltungen im Kreisgebiet. Im landesweiten Vergleich kommt der Kreis sogar noch gut weg: Die Rückgänge bei den Übernachtungen in NRW liegen bei 46,5 Prozent, bei den Gästen aus dem Ausland gar bei 63,1 Prozent.

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Auch die Zahl der Tagesreisen ist nach Angaben des Vereins Rhein-Erft Tourismus im vorigen Jahr stark zurückgegangen. Jedoch hätte sich nach ersten Lockerungen eine schnelle Erholung abgezeichnet. „Die Nachfrageentwicklung zeigt, dass die Lust der Menschen auf Ausflüge und Wochenendtrips in unsere Region keineswegs verloren gegangen ist“, sagt Mirca Litto, die Geschäftsführerin des Vereins.

Es mache vielmehr deutlich, an welchen Stellen die Region als Naherholungs- und Reiseziel künftig weiterentwickelt werden müsse.