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„Immer hochwertiger“Künstler machten Jury die Auswahl für die „KunstTage“ Rhein-Erft schwer

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Männer und Frauen stehen an einem Tisch und halten schwarze Mappen.

Engelbert Schmitz (r.), Organisator der Kunsttage Rhein-Erft, beriet mit Mitgliedern der Auswahlkommission über die Kunstwerke, die bei der Ausstellung gezeigt werden.

Die Jury wählte im Kreishaus aus den Bewerbungen die Exponate für die 38. „KunstTage“ Rhein-Erft in der Abtei Brauweiler aus.

157 Bewerbungen für die „KunstTage“ Rhein-Erft in Pulheim-Brauweiler sind in den vergangenen Monaten bei Engelbert Schmitz, dem Leiter des Kreiskulturamtes, eingegangen. 103 Einreichungen stammen von Künstlerinnen und Künstlern, die sich noch nie um eine Teilnahme bemüht haben.

Das freut Schmitz besonders, denn auf diese Weise kommt Abwechslung in die beliebte Kunstausstellung in den Räumen und auf den Außenflächen der Abtei Brauweiler, die von Tausenden von Kunstfreundinnen und -freunden besucht wird.

Sieben Bewerbungen aus den Niederlanden, Belgien, Spanien und Brasilien

17 Bewerbungen kamen aus dem Rhein-Erft-Kreis; sieben aus den Niederlanden, Belgien, Spanien und Brasilien. Bis zur endgültigen Entscheidung hat Schmitz jede Bewerbung mindestens fünf Mal in der Hand gehabt und dabei oft schon die spätere Platzierung im Kopf. Vom lichtdurchfluteten, repräsentativen Kaisersaal bis zur dunklen Kellerklause soll schließlich sämtlichen Werken die gebührende Aufmerksamkeit zuteilwerden. 

Bevor sich eine Jury aus Vertretern der Kreistagsparteien an die Sichtung der Unterlagen machte, hatte er bereits eine Vorauswahl getroffen. 120 Bewerbungen waren im großen Sitzungssaal des Kreishauses zu prüfen, aus denen dann 32 Kunstschaffende ausgewählt werden sollten – keine leichte Aufgabe für die Jurorinnen und Juroren, denn die Qualität war durchweg bemerkenswert. „Die Bewerbungen sind immer hochwertiger geworden“, stellt Engelbert Schmitz zufrieden fest, der die KunstTage seit 23 Jahren betreut. Deshalb tue es ihm auch um jeden leid, den er ablehnen müsse.

KunstTage: Immer weniger Bildhauer bemühen sich um eine Teilnahme

Sorge bereitet ihm, dass sich immer weniger Bildhauer um eine Teilnahme bemühen. „Der Transportaufwand ist hoch, und manche scheuen inzwischen aus Altersgründen die Anstrengungen, die mit der Ausstellung verbunden sind“, berichtet Schmitz.

Große Einigkeit herrschte in der Jury bei der Auswahl der Skulpturen für die Außenflächen im Prälaturhof, der als Visitenkarte der Kunsttage gilt. Figürliche und abstrakte Werke sind dabei, die aus unterschiedlichsten Materialien gefertigt sind. Besonders ausgefallen sind die im Raku-Brand entstandenen Figuren, die die Künstlerin auf rostigen Konservendosen platziert.

Den größten Anteil der Ausstellung nimmt alljährlich die Malerei ein. Nach knapp zweieinhalb Stunden und drei Durchgängen war die Jury auf der Zielgeraden. Die ausgewählten Werke decken ein breites Spektrum an Ausdrucksformen ab. Gegenständliche und abstrakte Gemälde sind ebenso dabei wie meditativ-zurückhaltende und plakative, farbenfrohe Malerei. „Jeder wird seinen Favoriten finden“, versichert Engelbert Schmitz.

Die 38. „KunstTage“ Rhein-Erft werden am 18. September um 19.30 Uhr in der Abteikirche eröffnet. Für Besucherinnen und Besucher ist die Ausstellung am 19. und 20. September von 11 bis 18 Uhr zugänglich. An diesen Tagen sind auch die Ateliers im kaethe:k-Kunsthaus am Guidel-Platz geöffnet.