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„Engmaschige Überwachung“Mögliche Ursache für Gestank in Hürth, Brühl und Erftstadt ausgemacht

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Seit einigen Wochen habe die Geruchsbelästigung in Teilen von Brühl, Erftstadt und Hürth ein unerträgliches Ausmaß angenommen, betont die Bürgerinitiative „Uns stinkt’s“. (Symbolbild)

Seit einigen Wochen habe die Geruchsbelästigung in Teilen von Brühl, Erftstadt und Hürth ein unerträgliches Ausmaß angenommen, betont die Bürgerinitiative „Uns stinkt’s“. (Symbolbild)

Der Kreis sieht einen möglichen Verursacher in Erftstadt, die Bezirksregierung hingehen keine Hinweise auf Grenzwertüberschreitungen.

Zur Ursache des Gestanks in Hürth, Brühl und Erftstadt, über den sich die Städte und Bürger beschwert hatten, hat sich nun der Rhein-Erft-Kreis geäußert. Die Kreisverwaltung teilt auf Anfrage mit: „Nach den bisherigen Erkenntnissen gibt es Hinweise darauf, dass ein Betrieb in Erftstadt als mögliche Quelle infrage kommen könnte.“

Für dessen Überwachung sei jedoch ausschließlich die Bezirksregierung Köln zuständig, an die die Kreisverwaltung ihre Erkenntnisse weitergegeben habe. Der betreffende Betrieb sei ebenfalls über die Hinweise informiert worden. Eine abschließende Zuordnung der Geruchsbelästigungen zu einem bestimmten Verursacher sei jedoch derzeit noch nicht möglich.

Rhein-Erft-Kreis will Ermittlungen im Rahmen seiner Zuständigkeit fortsetzen

Die Bezirksregierung sei für die Überwachung mehrerer größerer Betriebe zuständig, die als mögliche Verursacher infrage kämen, heißt es weiter. Daher leite man Meldungen über Geruchsbelästigungen dorthin weiter. Dem Kreis liegen nach eigenen Angaben insbesondere zahlreiche dieser Meldungen aus Brühl und Hürth vor.

Aufgrund der Beschwerdelage sei der Kreis auch selbst bereits seit Längerem im Rahmen seiner Zuständigkeit aktiv, um mögliche Ursachen zu ermitteln. Die Beschwerden der Bürger würden von der Kreisverwaltung „sehr ernst genommen“. Sie setze ihre Ermittlungen im Rahmen ihrer Zuständigkeit fort.

Gestank: Einschätzungen von Kreis und Bezirksregierung gehen auseinander

Bei der Bewertung der möglichen Verursacher gehen die Einschätzungen von Kreis und Bezirksregierung auseinander. Während der Kreis eine mögliche Quelle sieht, teilte die Bezirksregierung Köln mit, bei den Betrieben, für die sie zuständig sei, „keine Abweichungen vom genehmigten ordnungsgemäßen Betrieb“ feststellen zu können – weder in produzierenden Betrieben noch bei Abfallbehandlungsanlagen, so ein Sprecher.

Fraglich ist die Ursache für die erhöhte Anzahl an Beschwerden über Gerüche, die als abfallartig oder faulig beschrieben werden

Der Bezirksregierung liegen derzeit einige Geruchsbeschwerden aus dem Rhein-Erft-Kreis vor, denen man zeitnah nachgegangen sei und immer noch nachgehe. Hinweise auf Grenzwertüberschreitungen gebe es jedoch nicht, vorgeschriebene Messungen würden regelmäßig durchgeführt.

Die drei betroffenen Kommunen Hürth, Brühl und Erftstadt bezeichneten die bisherige Einschätzung zuletzt als „nicht zufriedenstellend“. Die Bezirksregierung erklärt dazu: „Die Unzufriedenheit der Kommunen vor dem Hintergrund der Geruchsbeschwerden, die ja jetzt auch schon einige Wochen andauern, können wir grundsätzlich nachvollziehen.“ Sie überwache die Betriebe in ihrer Zuständigkeit weiter engmaschig.

„Fraglich ist die Ursache für die erhöhte Anzahl an Beschwerden über Gerüche, die als abfallartig oder faulig beschrieben werden“, heißt es weiter. Die Anlagen des VZEK und des Chemieparks Knapsack würden nach aktuellem technischen Stand betrieben, weitere Maßnahmen wären nicht verhältnismäßig. Auch das Eisenwerk Brühl sei von der Geruchscharakteristik nicht ausschlaggebend für die aktuelle Beschwerdelage.

Gerüche, die von Anlagen auch bei Einhaltung des Stands der Technik ausgehen, gelten laut der Technischen Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) erst als erhebliche Belästigung, wenn sie eine gewisse Wahrnehmungshäufigkeit überschreiten, so die Bezirksregierung.