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„All You Can Rock!“Rockklassiker im Wohnzimmer: Trio spielt fast drei Stunden in Wesseling

Beim 93. Wesselinger Wohnzimmerkonzert spielten drei Musiker Hits von Ozzy Osbourne bis Prince – mit eigenen Arrangements und Zugaben.

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Das Trio TheRockClassiX.

Eine kleine Bühne, aber jede Menge Leidenschaft: Beim 93. Wesselinger Wohnzimmerkonzert von RheinKlang 669 hat das Trio „TheRockClassiX“ sein Programm „All You Can Rock!“ präsentiert. Sängerin Malika Haberstumpf, Sänger Michael Schmitz und Gitarrist Winni Gut spielten fast drei Stunden lang Rockhits aus mehreren Jahrzehnten, jeweils in eigenen, raffinierten Arrangements.

Kaminecke als Bühne mit Rockbühnen-Flair

Die Kaminecke des Cafés und Bistros am Rhein diente dabei als kleine Bühne, wie der Kulturverein RheinKlang 669 mitteilte. Die Gäste saßen davor in Sesseln, seitlich standen weitere Tische und Stühle. So waren alle nah am musikalischen Geschehen. Während die übrige Beleuchtung ausgeschaltet blieb, setzte ein Scheinwerfer die Musiker in Szene; ein zusätzliches Licht-Set mit vier Farben sorgte für Rockbühnen-Flair. Michael Schmitz übernahm Sound und Licht selbst und ergänzte die Songs durch eigens eingespielte Playbacks.

Kraftvoller Start mit Ozzy Osbourne, Billy Idol und Whitesnake

Mit „Crazy Train“ von Ozzy Osbourne, „Rebel Yell“ von Billy Idol und „Here I Go Again“ von Whitesnake startete der Abend kraftvoll. Das Trio punktete dabei nicht nur mit Energie und Wiedererkennungswert, erklärt der Kulturverein. Die Songs hätten einen eigenen Charakter, und zwischen druckvollen Nummern und ruhigeren Passagen wechselte die Band souverän.

Gefühlvolle Momente ohne Playback

Zwei Stücke ganz ohne Playback stachen laut Organisatorin Anita Brandtstäter besonders heraus: Michael Schmitz und Winni Gut sangen und spielten „Shape of My Heart“ von Sting als gefühlvollen Gegenpol zu den meisten anderen Stücken. Mit „Pinball Wizard“ von The Who zeigten die beiden ihre musikalische Klasse von einer anderen Seite. Danach sei mit „Highway Star“ und „Burn“ von Deep Purple das Tempo wieder deutlich angezogen.

Begeisterung auf beiden Seiten

Auf beiden Seiten war die Begeisterung spürbar, erklärt Brandstäter. Die Musiker wirkten in der großen Nähe zum Publikum sichtlich entspannt. Viele Gäste hätten sich im Takt bewegt, und der kräftige Applaus hätte gezeigt, wie gut das umfangreiche Programm ankam. Drei Zugaben folgten: „Jump“ von Van Halen, „Gimme Some Lovin'“ in der Version der Blues Brothers und „Purple Rain“ von Prince.

Eintritt frei – der Hut geht 'rum

Hoppel Grassmeier begrüßte die Gäste im Namen des Kulturvereins RheinKlang 669, sammelte mit dem Hut, dankte den Musikern und Mine Murzoglu. Die Inhaberin von Mines Spatzentreff schaffe mit Café und Bistro den passenden Rahmen für die Wohnzimmerkonzerte, erklärt der Kulturverein. Das Motto laute „Eintritt frei – der Hut geht 'rum“.

Nächstes Wohnzimmerkonzert mit Westernhagen-Show

Anita Brandtstäter aus dem Organisationsteam kündigte das nächste Wohnzimmerkonzert an: Am Freitag, 27. November, ist „Geiler is' schon – die kleine Westernhagen-Show“ in der Reihe zu Gast.

Weitere Kulturtermine in Mines Spatzentreff

Generell bietet Mines Spatzentreff ein breites Kulturangebot. Derzeit sind Acryl- und Ölbilder von Adam Sochaj unter dem Titel „Leben und Landschaft an der Ahr“ zu sehen. Am 21. November wird die Schau „Farben, Fragmente und Geschichten“ von Antje Cibura eröffnet. Am 6. November tritt das Bonner Improvisationstheater Les-Bon(n)mots auf.

Für Freitag, 13. November, lädt die ukrainische Dichterin Kseniya Yakovenko zum sechsten literarisch-musikalischen Salon „Ochra“ ein. (hmc)