Die Stadt Bad Honnef informiert am Donnerstag (21. Mai) über ihre Pläne zur Ausweitung des Bewohnerparkens. Vor einem Jahr gab es viel Kritik.
ParkplätzeVergleichsweies teures Bewohnerparken in Bad Honnef wird womöglich ausgeweitet

Oft zugeparkt: Für den Ziepchensplatz sind Parkgebühren im Gespräch.
Copyright: Ralf Klodt
Als „unausgegoren“, „nicht durchdacht“ und „nicht abstimmungsfähig“ bewerteten vor gut einem Jahr viele Kommunalpolitiker die Pläne der Verwaltung, das Bewohnerparken auf mehrere Straßen in den Stadtteilen Selhof und Rhöndorf auszuweiten. Am heutigen Donnerstag findet die seinerzeit geforderte Bürgerinformation statt. Dabei dürfte es aus Sicht der betroffenen Bürger und Autobesitzer auch ums Geld gehen.
Bisher gilt die Parkraumbewirtschaftung und das Bewohnerparken vor allem auf Straßen in und rund um die City. Seit 2024 kosten Bewohnerparkausweise nicht mehr nur 30 Euro im Jahr, sondern die Gebühren richten sich nach der Größe des Fahrzeugs und dem jeweiligen Bodenrichtwert. So kann in City-Straßen für einen größeren Audi Q7 rund 279 Euro im Jahr fällig werden.
Gutachter sehen starken Parkdruck in Selhof und in Rhöndorf
Bewohnerparken können Kommunen laut Straßenverkehrsordnung dann einrichten, wenn „auf Grund eines erheblichen allgemeinen Parkdrucks die Bewohner des städtischen Quartiers regelmäßig keine Möglichkeit haben, in ortsüblich fußläufig zumutbarer Entfernung von ihrer Wohnung einen Stellplatz für ihre Kraftfahrzeug zu finden.“
Nach einer von der Stadt in Auftrag gegebenen Untersuchung der IGEPA Verkehrstechnik GmbH trifft das für die geplanten neuen Parkzonen in Selhof und Rhöndorf zu. Die Experten haben zu verschiedenen Tageszeiten die Auslastung der öffentlichen Stellplätze untersucht und ermittelt, wer Bewohner- und wer Fremdparker war.
Für die Löwenburgstraße oder die Drachenfelsstraße in Rhöndorf beispielsweise gebe eine Auslastung der öffentlichen Stellplätze von mehr als 80 Prozent, wobei 60 bis 70 Prozent Fremdparker seien. Um dort den mit dem Bewohnerparken verbundenen Wegfall von Fremdparkerplätzen zu kompensieren, solle der zentrale Ziepchensplatz aus der Zone herausgenommen und künftig gebührenpflichtig werden. Das erhöhe den „Parkplatzumschlag“.
Zudem schlagen die Gutachter die Schaffung von rund 40 Parkplätzen in der Straße Am Domstein vor, die für Fremdparker gedacht sein sollen. In Selhof haben die Experten unter anderem auf der Beueler Straße und der Kapellenstraße eine hohe Auslastung ermittelt. Hier sollte zur Kompensation der bewirtschafte Parkplatz an der Kapellenstraße aus der Zone ausgeklammert werden und Fremdparkern zur Verfügung stehen.
Bürgerinfo, Donnerstag, 21. Mai, 18 Uhr, Rathaus.
