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Nordbrücke gesperrtNeue Verkehrsführung auf der Kennedybrücke gegen Verkehrs-Chaos

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Fahrzeuge stehen auf der Kennedybrücke in der Bonner Innenstadt im Stau.

Fahrzeuge stehen auf der Kennedybrücke in der Bonner Innenstadt im Stau.

Der Radverkehr auf der Rheinbrücke hat sich seit der Sperrung der Nordbrücke nahezu verdoppelt. Gefährliche Situationen waren die Folge.

Die Stadt Bonn hat die beiden Zweirichtungsradwege auf der Kennedybrücke in je einen Einrichtungsradweg umgewandelt. Als Grund für die Maßnahme wurde die Sperrung der Nordbrücke genannt. Demnach ist die Zahl der Radfahrenden wochentags von knapp 9.000 im Mai auf fast 15.000 im Juni gestiegen. „Aufgrund dieser starken Zunahme hat die Stadtverwaltung den Radverkehr neu geordnet“, teilte ein Pressesprecher am Donnerstag (2. Juli) mit.

Für viele Radfahrende, die von Beueler Seite den Rhein in Richtung Innenstadt queren, bringt die neue Verkehrsführung eine deutliche Fahrzeitverlängerung mit sich, da ein Wechsel zur anderen Brückenseite nur über einen Umweg möglich ist.

Radfahrende in Richtung Innenstadt dürfen seit dem 1. Juli 2026 ausschließlich den nördlichen Radweg nutzen, wer nach Beuel fährt, ist auf den südlichen Radweg beschränkt. Ziel der Maßnahme ist es, die Unfallgefahr durch Gegenverkehr auf den Radwegen zu senken, wie die Stadt Bonn mitteilt.

Neue Verkehrsführung auf der Kennedybrücke – Kontrollen und Bußgelder

Um die geänderte Verkehrsführung kenntlich zu machen, hat die Stadt an den Brückenzugängen Schilder aufgestellt – auf Bonner Seite im Bereich des Dorint-Hotels, auf Beueler Seite am Brückenforum. Die Schilder zeigen ein Verbot für den Radverkehr sowie den Hinweis „Verkehrsführung geändert“. Ergänzend wurden die Fahrrad-Piktogramme auf den Radwegen mit weißen Richtungspfeilen versehen: Am 1. Juli auf der südlichen Seite in Richtung Beuel, am 2. Juli auf der nördlichen Seite in Richtung Bonn.

Der Kommunale Ordnungsdienst und die Polizei kontrollieren die Einhaltung der neuen Regelung. Radfahrende, die in der falschen Richtung unterwegs sind, werden angesprochen und auf die jeweils andere Brückenseite verwiesen. Wer gegen die Vorschrift verstößt, begeht eine Ordnungswidrigkeit; das Bußgeld liegt zwischen 25 und 35 Euro.

Parallel zur Einführung des Einbahnradverkehrs plant die Stadt, die Verkehrsinseln an beiden Brückenenden umzugestalten. Fuß- und Radverkehr sollen an den Ampeln zur Bundesstraße 56 mehr Aufstellfläche erhalten. Diese Bauarbeiten sollen mit Umbaumaßnahmen auf der Kennedybrücke kombiniert werden, bei denen Busse die Stadtbahntrasse nutzen können sollen. Abstimmungsgespräche dazu laufen noch. (jv/red)