„Ohne Ihr Engagement wäre vieles in unserer Stadt nicht möglich“, betonte Bürgermeister Christian Mandt, als er zu Beginn der vergangenen Ratssitzung gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Kultur, Ehrenamt und Feuerwehr, Michael Söllheim, zum achten Mal den Heimatpreis „Heimat. Zukunft. Nordrhein-Westfalen. Wir fördern, was Menschen verbindet“ verliehen hat.
Fünf Kriterien, zehn Bewerbungen, drei Preisträger
Für eine Auszeichnung muss mindestens eines von fünf Kriterien erfüllt sein: innovative Heimatprojekte, nachhaltige Heimatgestaltung, Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, Unterstützung von Kindern und Jugendlichen beim Heimatgedanken sowie Erhalt und Pflege von Traditionen und Bräuchen. Zehn Bewerbungen waren in diesem Jahr im Rathaus eingegangen. Der Fachausschuss wählte daraus die drei Preisträger:
Erster Platz: Förderverein der Rheinhalle Hersel
Der mit 2.500 Euro dotierte erste Platz ging an den Förderverein der Rheinhalle Hersel. 1997 übernahm der Verein auf Initiative engagierter Bürgerinnen und Bürger die Trägerschaft der 1980 errichteten Mehrzweckhalle, um eine Schließung zu verhindern. Seitdem managt er die Halle vollständig in Eigenregie. Getragen von den örtlichen Vereinen, ist sie zu einer überregional bekannten Veranstaltungsstätte geworden. Karnevalsveranstaltungen, darunter der städtische Tollitätentreff, Konzerte, Theateraufführungen, Vereinsfeste und Tagungen finden dort statt, mehrere tausend Besucher sind dort jährlich zu Gast. Die Erlöse fließen ausschließlich in die Halle. Erst kürzlich hat der Verein Foyer und Sanitärbereich in Eigenregie saniert und modernisiert. Bürgermeister Mandt lobte: „Seit fast 30 Jahren ist dank des Fördervereins die Rheinhalle ein generationsübergreifender, integrativer Treffpunkt für Vereine, Familien und die gesamte Stadtgesellschaft.“
Zweiter Platz: „Vürjebichs Jonge“ als Dienstleister fürs Ehrenamt

Die Auszeichnung.
Copyright: Stadt Bornheim
Über den zweiten Platz und 1.500 Euro freuten sich die erst im vergangenen Jahr gegründeten „Vürjebichs Jonge“. Der Verein engagiert sich als vielseitiger Dienstleister für das Ehrenamt im Vorgebirge, unterstützt lokale Bräuche und Traditionsveranstaltungen, organisiert einen monatlichen Fahrdienst für Seniorinnen und Senioren und unterhält historische Kulturgüter wie den „Hölzernen Mann“ im Rösberger Wald. Laudator Söllheim betonte: „Die hohe Nachfrage nach seiner Arbeit zeigt die nachhaltige Bedeutung des noch jungen Vereins für den Zusammenhalt und die Identität der Region. Zugleich ist der Verein seit seiner Gründung massiv gewachsen.“
Dritter Platz: Tanzsportclub Rot-Weiß Waldorf
Platz drei und 1.000 Euro gingen an den Tanzsportclub (TSC) Rot-Weiß Waldorf. Der Verein ist seit seiner Gründung 1967 fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in Waldorf und ganz Bornheim. „Der TSC versteht sich als generationsübergreifende Gemeinschaft, die Menschen unabhängig von Alter, Herkunft oder Hintergrund willkommen heißt“, sagte Mandt. Der Verein pflegt das rheinische Brauchtum, etwa bei Karnevalsumzügen, dem Kinderkostümfest und der Begleitung der Waldorfer Kinderprinzessin. Er sammelt Spenden für Kinder mit der seltenen Stoffwechselkrankheit MPS, engagiert sich beim Bornheimer „Advents-Charity-Event“ und in der Flüchtlingshilfe in Bornheim.
Förderprogramm des Landes seit 2019
2019 hatte die Stadt erstmals die Teilnahme am „Heimatpreis“ beschlossen. Das Förderprogramm des NRW-Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung ermöglicht es Bornheim, besondere Projekte mit Heimatbezug zu würdigen und Preisgelder von insgesamt 5.000 Euro zu vergeben. Die Auszeichnung würdigt damit alle Menschen, die Bornheim lebenswert machen und Gemeinschaft stiften.

