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HeubrandIn Bornheim-Merten fangen 700 Ballen Feuer

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Aus dem Wasserwerfer und weiteren Strahlrohren prasselten zeitweise bis zu 100 Liter Wasser auf das brennende Heu.

Aus dem Wasserwerfer und weiteren Strahlrohren prasselten zeitweise bis zu 100 Liter Wasser auf das brennende Heu.

Der Rauch zog in die Wohngebiete Richtung Kardorf, Hemmerich und Rösberg.

Es war eine lange Nacht für die Feuerwehrleute aus Bornheim und die angrenzenden Kommunen. Auf der Mertener Höhe im Stadtgebiet Bornheim am Holzweg nur wenige Schritte vom Fernsehturm entfernt waren am Freitagabend (17. Juli)  viele Ballen Heulage in Brand geraten. Die Feuerwehr sprach zunächst von 200 Ballen. Allerdings revidierte sie noch am Freitagabend die Zahl. Laut Betreiber der Offenstallhaltung seien etwa 700 Ballen Heu vom Feuer betroffen. Die Betreiber gehen aktuell von einem Gesamtschaden von rund 42.000 Euro aus.

Rauch zieht bis nach Kardorf, Hemmerich und Rösberg

Im Gespräch mit dieser Zeitung erklärten sie auch, dass neben den Ballen Heulage lediglich ein, oder zwei Ballen Heu gelegen hätten, die im Gegensatz zur Heulage nicht in Folie eingeschweißt waren.

Das Feuer und die Rauchfahne waren weithin sichtbar. Aufgrund der sehr starken Rauchentwicklung löste Einsatzleiter Gottfried Kreuzberg noch auf der Anfahrt die Nina-Warnapp aus. Der Rauch zog in die Wohngebiete Richtung Kardorf, Hemmerich und Rösberg. Anwohner wurden aufgefordert sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten, Fenster und Türen zu schließen und die Klimaanlagen und Lüftungsgeräte auszuschalten.

Der rauch zog über die Vorgebirgshöhe Richtung Rösberg und Hemmerich, wo er auch zu riechen war.

Der rauch zog über die Vorgebirgshöhe Richtung Rösberg und Hemmerich, wo er auch zu riechen war.

Brisant war das gewaltige Feuer vor allen Dingen aufgrund seiner Nähe zum Villewald. „Unsere Hauptsorge galt dem nahen und aktuell recht trockenem Wald“, bestätigte Bornheims Feuerwehrsprecher Ulrich Breuer. Mit vier Strahlrohren sei deswegen direkt eine Wasserwand, eine sogenannte Riegelstellung aufgebaut worden. „So ist es uns gelungen, ein Übergreifen der Flammen auf den Wald zu verhindern“, sagte Breuer.

Er lobte in diesem Zusammenhang auch die gute Zusammenarbeit mit dem Bornheimer Wasserwerk, die direkt eine stabile Wasserversorgung aufgebaut haben. Wasser bekamen die Einsatzkräfte aus zwei Hydranten. Bis zu 400 Liter Wasser in der Minute wurden für die Wasserwand zur Sicherung des Waldes benötigt, mit weiteren bis zu 1000 Liter Wasser in der Minute wurden die Heuballen gelöscht.

Die Pferde auf der Weide neben der Brandstätte zeigten sich wenig beeindruckt. Sie grasten in aller Ruhe weiter.

Die Pferde auf der Weide neben der Brandstätte zeigten sich wenig beeindruckt. Sie grasten in aller Ruhe weiter.

Doch nicht nur Wasser wurde für die Löscharbeiten benötigt, sondern auch viel Manpower und schweres Gerät. In schwerem Atemschutz mussten die Feuerwehrleute die Heuballen ablöschen – anschließend wurde das gesamte Brandgut auseinandergezogen und erst dann an einen sichereren Ort umlagern.

Dazu wurde der Wanderparkplatz auf der Höhe zunächst gewässert. Die Feuerwehr aus Wesseling, aus dem Rhein-Erft-Kreis war mit ihrem Wechsellader und dem dazugehörigen Container angerückt. Dort hinein wurde das abgelöschte Heu geladen und auf dem Wanderparkplatz ausgeladen, auseinandergezogen und erneut gelöscht.

Über 100 Feuerwehrleute im Einsatz

Zur Unterstützung waren auch noch Feuerwehrleute aus der nahen Schlossstadt Brühl, Alfter, Swisttal und Rheinbach nach Bornheim-Merten gekommen. Zeitweise waren so mehr als 100 Feuerwehrleute im Einsatz.

Verletzt wurde laut Feuerwehr niemand. Auch die Pferde, die auf den nahen Weiden grasten blieben ruhig. Viele besorgte Pferdehalter, die ihre Tiere in der dort auf der Höhe angesiedelten Offenstallhaltung stehen haben, waren besorgt zum Einsatzstelle geeilt. Einige weinten sogar vor Sorge. Doch allen Pferden schien es augenscheinlich gut zu gehen. Laut Feuerwehr seien einige Pferde zeitnah auf benachbarte Weide verteilt worden.

Auf Anfrage erklärte eine Sprecherin der zuständigen Polizeibehörde, dass sie aktuell keine Hinweise auf eine Straftat beziehungsweise Brandstiftung sehe. „Heu“, so erklärte die Behördensprecherin, könne sich auch selber entzünden.