Mit sinkenden Temperaturen suchen Igel nach geschützten Rückzugsorten für ihren Winterschlaf. Das Umweltamt der Stadt Bornheim ruft Gartenbesitzer deshalb dazu auf, ihre Gärten entsprechend herzurichten und so einen Beitrag zum Schutz der stacheligen Wildtiere zu leisten.
Besonders geeignet sind laut Mitteilung des Amts ruhige Gartenecken, in denen Laub, Zweige und Reisig liegen bleiben dürfen. Unter Hecken, in Totholzhaufen oder unter locker aufgeschichteten Ästen finden Igel demnach geeignete Verstecke für die Wintermonate. Ein vollständig aufgeräumter Garten hingegen biete kaum Unterschlupfmöglichkeiten.
Das Umweltamt empfiehlt daher, bei der Gartenpflege möglichst auf Laubsauger und Mähroboter zu verzichten. Stattdessen solle vorsichtig mit dem Rechen gearbeitet werden, was nach Angaben der Behörde auch das Verletzungsrisiko für Igel und andere kleine Wildtiere verringert. Besondere Vorsicht sei zudem beim Umsetzen von Kompost- und Reisighaufen geboten, da sich dort Tiere verbergen können.
Nicht alle Igel schaffen es rechtzeitig, ausreichend Energiereserven für den Winter anzulegen. Besonders junge, geschwächte oder verletzte Tiere können nach Angaben des Umweltamts auf Unterstützung angewiesen sein. Gartenbesitzer sollten daher aufmerksam sein: Ein Igel, der tagsüber unterwegs ist, unsicher läuft, teilnahmslos wirkt oder sichtbare Verletzungen aufweist, verdient genauere Beobachtung. Bei Unterkühlung oder Verletzungen sei rasches Handeln wichtig, teilt das Amt mit.
Wer einem hilfsbedürftigen Tier Nahrung anbieten möchte, sollte laut Mitteilung auf hochwertiges Katzen-Nassfutter ohne Soße und Gewürze zurückgreifen. Frisches Wasser solle ebenfalls bereitstehen. Ausdrücklich ungeeignet ist Milch, da Igel diese nicht vertragen. (jv)

