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„Ein Burger geht immer“Erstes Streetfood-Fetival in Eitorf

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Ersstes Streetfood-Festival in Eitorf

Das erste Streetfood-Festival in Eitorf am Sportplatz kam gut an.

Initiiert wurde die Veranstaltung vom örtlichen Karnevalsverein De Höppelepöppel und der Firma Heide Event aus Hennef.

„Ein Burger geht immer“, findet Niels Klenke – und Sohn Lennard nickt begeistert. Bei der Premiere des Streetfood-Festivals am Eitorfer Sportplatz wurden die beiden Hennefer reichlich fündig: Die in Brötchenhälften gepackte Bulette gab es klassisch, gepullt oder „gesmasht“, ganz nach Geschmack. Nicht weniger populär beim neugierigen Streetfood-Publikum: die Kartoffel – als Pommes, aus dem Ofen oder in der Süßkartoffel-Variante.

Kulinarisch ging es bei den gut 20 Teilnehmenden einmal rund um den Globus. Koreanische Dumplings reihten sich an mexikanische Tacos, Delikatessen aus Afghanistan wetteiferten mit Köstlichkeiten aus Sri Lanka. Auch mobile Cocktail- und Weinstände durften nicht fehlen.

Digitale Bestellterminals und Live-Report auf Instagram

Der Duft von frisch gebratenem Fleisch und exotischen Gewürzen führte viele Besucherinnen und Besucher auch zu Hülya Akin und Mina Amir, die Spezialitäten aus Afghanistan anboten. „Unsere Gerichte werden durch Zutaten wie Kardamom, Kümmel und Koriander geprägt“, berichtete Mina Amir, die seit etwa vier Jahren mit ihrem Foodtruck unterwegs ist. Besonders gefragt war „Qabuli Palau“, das afghanische Nationalgericht aus Basmati-Reis, Gewürzen, karamellisierten Möhren und Rosinen, serviert mit verschiedenen Soßen. „Unser Unternehmen heißt Mazza-Catering, weil Mazza ‚Geschmack‘ bedeutet“, erklärte die Chefin stolz.

Hülya Akin und Mina Amir (rechts) kochten Spezialitäten aus Afghanistan

Hülya Akin und Mina Amir (rechts) kochten Spezialitäten aus Afghanistan

Die Szene wirkt zunehmend professionalisiert. Am Taco-Stand nutzte man mobile digitale Bestellterminals, wie man sie von Fastfood-Ketten kennt. Nebenan berichtete Koch Peru live auf Instagram, wie seine Spezialitäten aus Sri Lanka in Eitorf ankamen: „Wir bieten Currys mit besonderen Gewürzmischungen an. Dazu gibt es sri-lankisches Brot mit Gemüse, Lauch, Ei und verschiedenen Fleischvarianten.“ Das Nachkochen zuhause dürfte schwierig werden: „Die Zutaten stammen aus speziellen Fachgeschäften.“

Auch für alle, die es lieber süß als scharf mögen, war gesorgt. Isen Drdalay hatte „Lokma“ im Angebot: „Das sind frittierte Hefeteigbällchen, außen knusprig, innen fluffig.“ Serviert wurden sie mit Schokolade, Früchten und Streuseln. „Das Gericht stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum.“

Rund 2000 Gäste ließen es sich in Eitorf schmecken

Initiiert wurde die Veranstaltung vom örtlichen Karnevalsverein De Höppelepöppel und der Firma Heide Event aus Hennef, die bereits mehrere Streetfood-Festivals in der Region ausrichtet. Bewusst entschied man sich für das Areal am Sportplatz und gegen den Markt: „Die Anbindung ist optimal, die Fläche größer und die Atmosphäre schöner“, sagte Veranstalter Markus Kornell von Heide Event.

Für den Karnevalsverein, der den Bierwagen auf dem Areal betrieb, ist es eine klassische „Win-Win“-Situation, wie Mitglied Norbert Fröhlich betonte: „Wir brauchen die Einnahmen aus solchen Veranstaltungen, denn allein aus Spenden kann man Projekte wie einen neuen Karnevalswagen heute nicht mehr finanzieren. Genauso wichtig ist aber, dass wir und die Gäste Spaß haben.“

Rund 40 Vereinsmitglieder sorgten am Wochenende dafür, dass niemand der geschätzten 2000 Besucherinnen und Besucher lange auf dem Trockenen saß.